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USS Indianapolis: Men of Courage (2016)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 12.10.2017, seitdem 139 Mal gelesen



Da haben wir sie also, die erste Verfilmung auf (Heim-) Kino Niveau einer der größten amerikanischen Navytragödien. So würden es wahrscheinlich die Amerikaner sehen. Ich für meinen Teil verurteile den Angriff auf Pearl Harbor ebenso, wie diese feige "Überraschung" mit ner Atombombe.

Würde nicht dieses Geschmäckle mit Schwingen, würde "USS Indianapolis" gar nicht so schlecht daher kommen. Nicolas Cage mimt den Kapitän des Kriegsschiffes Charles Butler McVay zwar wieder extrem lethargisch und eindimensional, konnte aber nach vielem unterdurchschnittlichem Direct-to-DVD Kram ("Pay the Ghost" mal außen vor) mal wieder was für die eigene Vita tun. Tom Sizemore ("Heat", "Black Hawk Down") macht das, was er immer tut. Thomas Jane ("Punisher", "Deep Blue Sea") hat kaum Screentime. Die Grundgeschichte durfte jedem bekannt sein, nicht zuletzt durch Quints vortreffliche Geschichte im Klassiker "Der weiße Hai". Daran hält sich der Film ganz offensichtlich. Ansonsten haben wir hier eine zu lang geratene Story mit Einleitung, Mittelteil + Höhepunkt und einem Ende. Letzteres ist viel zu langatmig und versaut den Rest auf ganzer Linie. Typisches, amerikanisches "wir brauchen einen Schuldigen" Ding. Schade drum, dass gibt den obligatorischen Abzug in der B-Note.

Optisch ist das ganze ordentlich in Szene gesetzt. Der Untergang der USS Indianapolis ist gut inszeniert, wenn gleich etwas zu kurz geraten. Erinnert teils auch sehr stark an Camerons "Titanic". War zwischenzeitlich doch etwas amüsiert. Die Sequenzen in denen Haie auftauchen sind gut gemacht und es handelt sich offenbar um echte Tiere. Wer nun Unmengen an blutigen Angriffen, abgetrennte Gliedmaßen und Gekröse erwartet, der wird enttäuscht - und das zum Glück. Das braucht wirklich keiner. Wenn man bedenkt, das von gut 1200 Mann Besatzung es gerade mal 317 an Land geschafft haben, dann ist das schrecklich genug.

Fazit:

Eine grausame Aktion zieht eine grausame Geschichte nach sich. Die Japaner würden über diesen Film wohl eher lachen, wenn sie damit konfrontiert werden. Schlussendlich aber gab es auf beiden Seiten Verluste - viel zu viele davon. "USS Indianapolis - Men of Courage" (was ein dämlicher neben Titel) ist kein Popcorn Kino, auch kein Anti-Kriegsfilm. Er ist die Aufarbeitung der Amerikaner einer der wohl schlimmsten Kriegsgeschehnisse neben Pearl Harbor. Regisseur Mario van Peebles ist ein Film gelungen, den man sich gut mal ansehen kann, aber welcher nicht nachhaltig im Kopf des Zuschauers einen Platz hat. Was vor allem am Ende des Films liegt welcher von nahezu unerträglichem Pathos durchzogen ist.

6/10


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