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Nerve (2016)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 17.07.2017, seitdem 132 Mal gelesen



ADSler & Gaffer

Wir leben in einer gläserner Welt, in einer Welt voller Poser, Leere und blablabla... das sind alles keine neuen Erkenntnisse & liegen in den Händen jedes Einzelnen, dies zu ändern oder voranzutreiben. Alter Wein, nun als Wodka Redbull oder Hugo verkauft. Doch "Nerve" kickt trotzdem viel besser, als er jedes recht hätte. Glatt gespült, schon oft härter und provokanter gesehen, noch dazu mit recht wenig Chemie zwischen dem Hauptdarstellerpärchen - und nichtsdestotrotz vergeht die Zeit selten so schnell während des Filmeguckens. Der innere Voyeur wird geweckt und alles wird mit ultracoolen Neonlichtern bestrahlt. Ein Mix aus "13 Sins" und "Unknown User" beginnt: wir verfolgen NYC im teufelskreisischen Ausnahmezustand, weil ein Internetspiel die Jugend der Stadt bestimmt. Eine moderne Mischung aus "Pokemon Go", "The Purge" und "Wahrheit oder Pflicht" lässt die Teenager des Big Apple immer waghalsigere Aufgaben erfüllen und unsere schüchterne Protagonistin zu ungeahnten Höhenflügen ansetzen...

Muss man sich schämen, wenn man mit "Nerve" richtig viel Spaß hatte? Ich glaube nein. Weder als Kritiker noch als Mensch. Denn erstens ist er nie so hohl, dass es übel aufstößt, und zweitens als Mensch etwas enttarnt zu werden, gehört wohl zum Spiel und der Intention des Films. Emma Roberts & Dave Franco könnten kaum hübscher & jugendlicher sein, das Tempo ist waghalsig und schaltet nie auch nur eine minute in den Leerlauf. Gleiches kann man über den pumpenden Soundtrack, den Neon-Look oder die Grundidee sagen. Gerade Letztere trägt den Film, liefert genug Denkansätze und überhebt sich nur im ausufernden Finale. Bis dahin ist es ein angenhemer Zeitbeschleuniger, den Jungs & Mädels bei ihren Mutproben und Penisvergleichen zuzugucken. Hoffen wir, dass ein solches Spiel nie Realität wird oder diese Ausmaße annimmt. Weit weg sind wir davon jedoch weder technisch noch ethisch nicht mehr. Dieser Gedanke macht Angst und hätte von "Nerve" ruhig noch bissiger und mit höhere Horrorkante beleuchtet werden können.

Fazit: schnell, ultramodern, nah an der Jugend und den Tech-Trends unserer perversen Welt - "Nerve" ist nur halb so blöd wie man meint und verbaut sich nur durch ein chancenvergebendes Finale noch bessere Wertungen. Filmische Fast Food, aber doch irgendwie nährhaft genug. Ein Grenzgänger zwischen dummer Unterhaltung und bissiger Sozialkritik.


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