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Star Trek: Beyond (2016)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 25.07.2016, seitdem 484 Mal gelesen



Zurück in die Zukunft

Als "Fast&Furios"-Justin Lin als Regisseur des neuen Star Treks verkündet wurde, herrschte große Skepsis. Nach dem ersten, actionreichen & etwas plumpen Trailer, wurde aus Skepsis eher schon Hass bis Verzweiflung. So ist das halt mit diesem seltsamen Ding namens Internet. Zum Glück zählt immer noch die Devise: was bedeuten schon Trailer?! Genau - einen feuchten Furz. Und "Star Trek Beyond" ist der beste Beweis dafür, ist er doch wirklich gut geworden. Das rechne ich zwar eher dem pfiffigen Script Simon Peggs an, als Herrn Lin, trotzdem hätte es weitaus schlimmer werden können. 

Das neueste Abenteuer der Enterprise legt nämlich mindestens genauso großen Wert auf die liebgewonnene Crew & die brachiale Action ist nicht das wirkliche Highlight hier - zumindest ging es mir so. Das Niveau des nahezu perfekten 2009er Reboots wird zwar nicht ganz erreicht, dem eher unausgegoren Khan-Remake von vor 3 Jahren kann man aber locker den Schneid abkaufen. Und ganz nebenbei werden sowohl alte Trekkies als auch junge Fans zufriedengestellt - mehr als passable Leistung, würde ich mal behaupten!

Die Story von Beyond ist eigentlich recht simpel & erinnert erfreulicherweise an einige der Episoden der Ur-TV-Serie - und da diese noch immer der (zu recht) beliebteste Teil der Legende Star Trek ist, ist das als eine weise Drehbuch-Entscheidung einzusortieren. Kirk, Spock & die bekannte Besatzung befinden sich schon drei Jahre im All, doch kurz bevor zu viel langweilige, philosophische Fragen aufwerfende Routine aufkommt, wird das Raumschiff von einer unbekannten Macht angegriffen, zerlegt & die Crew auf einem fremden Planeten festgenommen. Nun gilt es wieder zusammen zu kommen, den rachsüchtigen Bösewicht Krall (Idris Elba, ziemlich genial trotz massig Schminke) aufzuhalten & sich bewusst zu werden, wieviel man sich gegenseitig bedeutet & wie wichtig es ist, als Enterprise weiter zu machen, wahrhaftig unentdeckte Weiten zu bereisen. 

Ich sag ja, sehr familiäres, emotionales & charakterbezogenes Script, dass der erkennbare Trekkie Simon Pegg hier entwickelt hat. Natürlich unterbrochen von ein paar, leider viel zu hektisch geschnittenen & oft zu dunkel geratenen Actionsequenzen, die trotzdem gehörig Eindruck schinden. Die (gefühlt 123.) Zerstörung der Enterprise war noch nie so schick & brachial anzusehen. Auf alle Fälle 3D meiden, wenn in 2D sogar oft schon die Übersicht flöten geht!

Das Zusammenspiel der ikonischen Figuren lief selten so smooth & clever, egal ob Kirk & Scottie oder Bones & Spock - die flapsigen Sprüche & Neckereien sind das Highlight des Films. Neben dem angsteinflössenden, wenn auch wenig epischen Bösewicht Krall, ist auch Neuzugang & arschtretende Heldin Sofia Boutella erwähnenswert. Man hat das Gefühl, alle Crewmitglieder haben nun endlich ihren Platz gefunden & fühlen sich pudelwohl. Was den traurigen, viel zu frühen Tod Anton Yelchins nur umso bitterer macht. Die Effekte sind wie zu erwarten oberste Klasse & der Film bietet eine Menge Eyecandy - von einer komplizierten Raumstation bis hin zu cool aussehenden gegnerischen Fusssoldaten. Und durch den Soundtrack hatte ich nicht selten Gänsehaut - und ich meine nicht die Beastie Boys. 

Die Geschichte wirkt recht klein gehalten, was man als Vorteil auslegen kann, einzelne Einfälle & Rettungstaten wirken jedoch eher erzwungen, zu unrealistisch & recht wenig erklärt, ohne zu viel zu Spoilern. Das hätte man besser lösen können, was dem Film dann jedoch vielleicht etwas Tempo genommen hätte. Erfreuliche i-Tüpfelchen & sozial gesehen typisch Star Trek, sind dann noch das Outing Zulus als schwul oder die gleichberechtigten, starken weiblichen Charaktere - einfach so, ohne großes Feuerwerk oder Unterstreichen. Richtig so. 

Fazit: ein witziges & charakterstarkes Script plus gewohnt starke, in ihre Rollen gewachsene Darsteller, retten eine oft hektische Inszenierung & recht kleine unendliche Weiten... trotzdem gelingt der Spagat zwischen Retro-Feeling & moderner Blockbuster-Action überraschend gut & man bereut keine Sekunde der investierten zwei Stunden. Und wirklich unendliche Weiten, können ja dann im vierten Teil erkundet werden, denn die Enterprise ist immer noch fest in der Spur!


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