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Resident Evil: The Final Chapter (2016)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 12.10.2017, seitdem 52 Mal gelesen



Alice ist die einzige Überlebende der vermeintlich letzten großen Schlacht der Menschen gegen die Untoten. Völlig auf sich allein gestellt, kehrt sie an den Ort zurück, an dem ihr nicht enden wollender Albtraum einst begann: zum Hive in Racoon City. Dort macht sich die Umbrella Corporation bereit zu dem entscheidenden Schlag gegen die letzten Verbliebenen nach der Apocalypse. Und sie weiß, dass sie alles auf die Karte setzen muss, um den Schrecken doch noch zu beenden.


Obwohl die Resident Evil Filme unter den Gamern keinen allzu guten Ruf haben, erfreuen sie sich unter den Film-Fans durchaus einer großen Beliebtheit. Seit nunmehr 15 Jahren kämpft die schier unverwüstliche Milla Jovovich dabei einen scheinbar ungleichen Kampf gegen Horden von Untoten, die alle dem sogenannten T-Virus zum Opfer gefallen sind. Im mittlerweile sechsten Teil der Reihe soll es sich nun also um das Finale handeln und was würde sich an dieser Stelle besser anbieten, als das man das Geschehen wieder an den Ursprungsort der Seuche zurück führen würde. Und so muss die gute Alice (Jovovich) sich einmal mehr dem zahlenmäßig weit überlegenen Gegner stellen und gleichzeitig einmal mehr mit Dr. Isaac von der Umbrella Corporation die Klingen kreuzen. Als Schauplatz kommt dann selbstverständlich nur der unterirdische Hive in Rancoon City in Frage und die offensichtlich letzte Schlacht kann dort ihren Lauf nehmen. Dabei lässt Regisseur Anderson von der ersten Minute an keinen Zweifel daran in welche Richtung das Szenario tendieren wird, denn wie schon in den Vorgängern hat man relativ wenig Wert auf inhaltliche Tiefe, sondern vielmehr auf satte Action gelegt. War davon schon in den anderen Filmen eine ganze Menge zu sehen, so hat man dieses Mal noch eine ordentliche Schippe drauf gelegt. Es kracht im Prinzip im Minutentakt, so das auch gar nicht erst viel Platz für inhaltliche Substanz aufkommen kann.

Das macht aber ehrlich gesagt nicht viel aus, denn die vorhandene Rahmenhandlung ist vollkommen ausreichend. Das Hauptaugenmerk des Zuschauers legt sich also vielmehr auf die wie immer souveräne Hauptdarstellerin, die auch nach nunmehr 15 Jahren und etlichen Kämpfen immer noch ein absoluter Hingucker ist. Es ist wirklich sehr erstaunlich wie gut sich Frau Jovovich gehalten hat und immer noch eine absolut glänzende Figur in ihrer Paraderolle abgibt. Ihre Mitstreiter hingegen kommen über den Status der Nebenrolle zu keiner Zeit hinaus und wirken daher viel eher wie nötige Staffage die ihren Zweck erfüllt. Eine Ausnahme stellt dabei lediglich der gut agierende Iain Glen dar, der in der Rolle des Fieslings einen äußerst guten Gegenpol abgibt. So zählen dann auch die Aufeinandertreffen der beiden Gegner zu den Höhepunkten des Filmes, wobei man das allerdings ganz generell auf die gesamte Action ummünzen kann. Etliche Kämpfe und Schießereien stehen auf der Tagesordnung und "The Final Chapter" lässt dem Betrachter kaum einmal die Möglichkeit ein wenig durch zu atmen.

Die Produktion ist insgesamt extrem kurzweilig in Szene gesetzt worden, wodurch man dann auch gern einmal etwas großzügiger über die ein oder andere inhaltliche Schwäche hinweg sehen kann. Man kennt diesen Aspekt ja durchaus von den anderen Teilen, denn auch dort war der Fokus des Geschehens in der Regel auf die unzähligen Action-Passagen ausgerichtet. Dennoch wirkt im vorliegenden Fall das Ganze noch viel geballter und man wird die gesamte Laufzeit über das Gefühl nicht los, das Anderson in diesem vermeintlichen Abschluss der Reihe noch einmal so richtig in die Vollen gehen wollte. Ob es sich denn nun auch wirklich um den letzten Film handelt bleibt eher ungewiss, denn auch wenn sich letztendlich das zu erwartende Ende präsentiert, haben sich die Macher durchaus eine Hintertür offen gelassen. Mich würde es jedenfalls nicht wundern wenn es noch weitere Nachfolger geben würde, andererseits vertrete ich den Standpunkt, das der gewählte Showdown ein relativ gelungener Abschluss dieser Filmreihe wäre.

"Resident Evil: The Final Chapter" ist sicher nicht der beste Teil der Reihe, im Bezug auf die reine Action steckt er seine Vorgänger allerdings in die Tasche. Und das will schon etwas heißen, waren doch alle bisherigen Filme nicht gerade spärlich mit Action-Sequenzen ausgestattet. Und so bekommt man zumindest in dieser Beziehung die volle Dröhnung serviert, die zudem in eine zwar recht dünne, aber dennoch interessante Rahmenhandlung gepackt wurde. Fans der Reihe sollten also auf jeden Fall ihren Spaß an diesem Mix aus Action und Horror haben, zudem auch wieder eine gut aufgelegte Milla Jovovich ihr Bestes gibt, um die wenigen verbliebenen Menschen vor der Auslöschung zu bewahren. Im Endeffekt bekommt der geneigte Fan genau das geboten was man von den Resident Evil Verfilmungen erwarten kann, nämlich kurzweilige Genrekost ohne größeren inhaltlichen Nährwert. Höhere Ansprüche werden dabei sicherlich nicht bedient, doch diese sollte man bei einem Film dieser Art auch nicht unbedingt zwingend hegen.


Fazit:


Mir persönlich hat "Resident Evil: The Final Chapter" gut gefallen und es bleibt abzuwarten, ob es sich auch wirklich um den Abschluss dieser Reihe handelt. So ganz sollte man dem Braten noch nicht trauen, denn das Fianle lässt durchaus den Eindruck entstehen, das man die Kuh noch etwas weiter melken wird.


7,5/10


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