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Desperado (1995)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 12.11.2006, seitdem 575 Mal gelesen



" Desperado " stellt eine Art Remake von Regisseur Robert Rodriguez " El Mariachi " dar, aber auch gleichzeitig den zweiten Teil, denn man führt die Handlung weiter. Doch um sich " Desperado " anzusehen, braucht man den Erstling eigentlich gar nicht zu kennen.
Auf jeden Fall wurde der Film ein echter Hit und wurde trotz aller professionalität, mit einem sehr geringen Budget gedreht. Diese Rolle machte Hauptdarsteller Antonio Banderas zu einem echten Star. Heute ist aus " El Mariachi " schon eine Trilogie geworden, denn es gibt mit " Irgendwann in Mexiko " schon einen dritten Teil.
Doch dieser Teil stellt eindeutig den Besten der Reihe dar.

Story:
Sie erschossen seine Frau und zerstörten seine Hand, damit er nie wieder richtig Gitarre spielen kann. Den Mörder konnte er erschießen, doch nun ist der Boss Bucho ( Joaquim De Almeida ) dran. Der schwarzgekleidetet Mariachi ( Antonio Banderas ) macht sich auf den Weg in die kleine Stadt Santa Cecillia um sich an Bucho zu rächen. Dort lernt er die Buchhändlerin Carolina ( Salma Hayek ) kennen, in die er sich verliebt. Doch nebenbei rechnet er in blutigen Shootouts mit Buchos Gefolge ab. Doch dieser schlägt zurück und der Mariachi erfährt wer Bucho wirklich ist. Doch er muss ihn töten, da er erst dann wieder ein normales Leben führen kann. Mit seinem Gitarrenkoffer voller Waffen schreitet er zur Tat.

Ums mal ehrlich zu sagen, eigentlich ist der Plot sehr flach und ist nur Aufhänger für die genialen Shootouts. Es geht nämlich mal wieder um das älteste und beliebteste Motiv des Menschen, die Rache. Dank der kleinen Rückblenden im Film, kann man sich " Desperado " ansehen, ohne den Erstling zu kennen.
Doch wie Rodriguez den Film in Szene gesetzt hat, ist schon einmahlig und er hält sich hier sehr stark an sein Regiedebut, bloß dank des höheren Budgets wirkt alles opulenter.
Gedreht wurde in Mexiko und der ganze Film spielt fast nur in einem kleinen Kaff, das an einen Neo Western erinnert und auch richtig altmodisch daherkommt.
Dazu gibt es den tollen Score von Los Lobos. Ganz klar wird der Film von Gitarrenmusik und besten Countrysounds untermalt. Auch ein bisschen Rock ist vorhanden. Die besten Songs stammen von der Gruppe Tito und Tarantula. Tito, Sänger der Band spielt selbst im Film mit und verkörpert die Rolle des Dealers Tavo.

Auch der Humor darf nicht fehlen, welcher sich in massenhaft dummen, aber lustigen Sprüchen und Aktionen wiederspiegelt. Vor allem Quentin Tarantinos Auftritt ist einmahlig. Er erzählt einen tollen Witz und keiner könnte das besser als er. Leider beisst er sehr schnell ins Gras.
Hauptattraktion des Films sind die balletartigen Shootouts. Man sieht, dass sich Rodriguez etwas beim John Woo Stil bedient hat, aber der Action trotzdem seine eigene Marke aufsetzt. So wird wild beidhändig aus allen Rohren gefeuert, natürlich mit dutzendfach blutigen Einschüssen bei den Gegnern. Die Ideen einen Gitarrenkoffer als Maschinengewehr, oder Raketenwerfer zu benutzen, ist sehr skuril. Damit es nicht langweilig wird, gibt es zu Anfang auch mal einen recht harten Fight zu sehen, aber ansonsten wird nur geballert, oder auch mal mit Messern geworfen. Stets geht Robert Rodriguez bei der Action sehr blutig vor.

Antonio Banderas konnte ich mir vorher in einer Actionrolle gar nicht vorstellen, doch die des Mariachis passt zu ihm wie angegossen. Vor allem mit schwarzem Anzug und den langen Haaren. Für seinen Charakter braucht er zwar nicht sonderlich viel zu schauspielern, doch er bringt schon relativ viel Mimik und Gestik ein. Genau diese Rolle verhalf ihm zu seinem heutigen Ruhm.
Als Bucho ist Joaquim De Almeida zu sehen. Seine Figur hat schon fast comichafte Züge und wie er mit seiner Gefolgschaft umgeht, könnte lustiger nicht sein.
Salma Hayek tut das was sie am besten kann, nämlich unglaublich gut aussehen, so bringt sie die nötige Erotik mit, natürlich stets knapp bekleidet.
Steve Buscemis Auftritt ist wieder mal schräg und einfach nur kultig, da sticht vor allem seine tolle Erzähltechnik zu Anfang heraus.
Danny Trejo ist in einer Nebenrolle als messerwerfender Killer zu sehen.

Fazit:
Heute schon ein Kultfilm. Schlappe Story, doch die Umsetzung machts. Massenhaft blutige und balletartige Shootouts in bester John Woo Manier. Dazu gibt es eine Westernkulisse und einen wirklich tollen Score von Los Lobos. Die Darsteller sind allesamt sehr gut gewählt, bis in die Nebenrolen top besetzt.
Auf jeden Fall bester Teil der Trilogie.


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