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Desperado (1995)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 22.08.2013, seitdem 324 Mal gelesen



Ein einsamer Gitarrenspieler, ein so genannter “Mariachi”, zieht auf der Suche nach dem Mörder seiner Frau mit einem Gitarrenkoffer voller Waffen durch Mexiko. Sein Ziel: Rache. Und möglichst viele böse Tequillasäufer ausschalten…

„Desperado“: Im weitesten Sinne bezeichnet das Wort einen Menschen, der nichts mehr zu verlieren hat und entsprechend rücksichtslos handelt. (Auszug aus der Wikipedia-Definition)

Die abgefahrene Mischung aus Fortsetzung und Remake zu seinem Erstlingswerk EL MARIACHI bedeutete für Regisseur Robert Rodriguez (SIN CITY, PLANET TERROR, MACHETE) den Durchbruch. Der Film ist ein illusteres Sammelsurium an coolen Sprüchen, lässigen Posen, vor allem aber perfekt choreographierten Shootouts. Der Umgang mit dem Schießeisen wird in allen Fassetten dargestellt. Geballert wird meist mit mindestens zwei Knarren gleichzeitig. Im Hechtsprung, auf dem Boden rollend, vom Hausdach fallend und während dem Liebesakt. Zum Einsatz kommen Pumpgun, Penispistole und Gitarrenkoffer mit eingebauten Miniguns und Bazookas. Gewalt wird zelebrieren und das mit einem fetten Augenzwinkern. Das Blut spritzt in Zeitlupe, damit man auch jeden einzelnen Tropfen genießen kann. Die Ästhetik, die John Woo erfand, wird hier zur Perfektion gebracht und ad absurdum geführt.

Wie geschaffen für die Rolle des finsteren, auf Rache sinnenden Gitarrespielers und Loverboys: Antonio Banderas (INTERVIEW MIT EINEM VAMPIR, ASSASSINS) – hier in einer seiner wenigen erträglichen Rollen. Sein Auftritt, begleitet von dem Dire Straits-Song „Six Blade Knife“, ist Filmgeschichte. Wahrlich eine mächtige Erscheinung und so ziemlich „der größte Mexikaner, den ich je gesehen habe, der Kerl war scheißgroß”. Und warum spielt man Gitarre? – Klar: um Weiber klar zu machen. An der Seite des Pferdeschwanz-Spaniers und Aushilfs-Latinos deshalb Salma Hayek, scharf wie eh und je.
Die restliche Besetzung ist auch fabulös: Steve Buscemi säuft pisswarmes Chango, das ihm Cheech Martin als schmieriger Barmann ausschenkt. Ein weiterer Bargast und Gangster ist Tito von “Tito & Tarantula“, die Vampirband aus FROM DUSK TILL DAWN. Danny Trejo – hier noch richtig grimmig unterwegs – in einer seiner ersten größeren Rollen als Wurfmesser werfender Messerjockel. In Punkto Coolness kann ihm aber so schnell keiner das Wasser reichen: Quentin Tarantino (PULP FICTION, KILL BILL, DJANGO UNCHAINED) – hier in einer Nebenrolle als Drogenkurier. Schon mal ultra lässiger Auftritt mit „Uh! Ah!“-Untermalung. Er erzählt so ungefähr den legendärsten Witz der Filmgeschichte und wird anschließend auf dem Klo aus TRAINSPOTTING erschossen.

DESPERADO ist eine ironische, fantastisch choreographierte, optisch malerische Ballerorgie. Die Story macht zwar nicht unbedingt lückenlos Sinn, besonders hinsichtlich des Vorgängerfilms EL MARIACHI. So viel Liebe zu so viel sinnloser Gewalt hat aber einfach tiefsten Respekt verdient.

Schießereien: (+)(+)(+)(+)(+)
Coolness: (+)(+)(+)(+)(+)[(+)]
Story: (+)(+)(+)(-)(-)
Bodycount: 70

Fazit:
Ein Meilenstein des Actionkinos!


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