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Wind River (2017)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 9 / 10)
eingetragen am 12.02.2018, seitdem 104 Mal gelesen



Zügig


Nachdem Taylor Sheridan mit den Drehbüchern für "Sicario" und "Hell or High Water" schon die starken Grundlagen für zwei moderne amerikanische Klassiker gelegt hat, nimmt er bei "Wind River" nun endlich selbst auf dem Regiestuhl Platz und schließt seine selbsternannte "Grenztrilogie" packend ab. In dem eiskalten Thriller müssen ein Jäger und eine junge FBI-Beamtin den Todes-/Mordfall eines erfrorenen jungen Indianermädchens aufklären. Und dabei stoßen sie an allerlei Grenzen des einstigen Landes der unbegrenzten Möglichkeiten. An die natürlichen, an die menschlichen, an die atemberaubend schönen, an die seelischen, an die zerstörerischen und an die schmerzlichen. Was für ein grandioses Regiedebüt! Fans der oben genannten Vorgängerfilme im Geiste werden wieder den Herzschlag bis unter den Hals spüren. Dieser eisenharte Krimi lässt keinen kalt!


"Wind River" geht einem ins Mark. Nicht wegen seiner kalten Landschaften. Nicht wegen dem grausamen Mord. Und Amerikaner muss man ebenfalls nicht unbedingt sein, damit er seine volle Wirkung entfaltet. Irgendwie schafft es Sheridans Werk eine direkte Ehrlichkeit, eine ungeschönte Wahrheit und gleichzeitig überhöhte Mystik abzusondern, die einen innerlich zittern lässt. Bis zur letzten Sekunde. Ein Neo-Western in weiß, in Blut, in Legendenform. Vom lebensfeindlich-erhabenen Setting bis zum Gänsehaut-Nick Cave-Soundtrack - bei "Wind River" greift ein Rädchen ins nächste und kein Schritt scheint daneben zu gehen. Vielleicht fehlt der ein oder andere handfeste Höhepunkt, doch dafür befriedigt das Finale mehr als man es sich je hätte wünschen können. Emotional, knochentrocken und durchdringend. Eine Fabel von Feuer und Eis. Zu kalt um wahr zu sein. Hervorragend gespielt von allen Beteiligten. Bravo! 


Fazit: eine intensive Grenzerfahrung. Natürlich und menschlich. Taylor Sheridan kann nicht nur hervorragend schreiben. Seine inoffizielle Frontier-Trilogie ist durchgängig stark. "Wind River" ist der perfekte Wintertipp für Thrillerfans mit Geschmack und starken Nerven. Jetzt erstmal durchatmen!


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