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Mariachi, El (1992)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 01.08.2002, seitdem 1064 Mal gelesen



„El Mariachi“, das Regiedebüt von Robert Rodriguez und der Vorgänger zu seinem Hit „Desperado“, holt einiges aus seinem Minibudget heraus.
Der Gangster Azul (Reinol Martinez) sitzt zwar im Gefängnis, aber mit einem Feldtelefon kann er weiterhin seine Geschäfte tätigen. Doch dann erhält von seinem alten Partner Moco (Peter Marquardt) einen Anruf. Schnell wird Azul klar, dass Moco, der ihm noch Geld schuldet, ihn aus dem Weg räumen will. Wenig später traben ein paar Bewaffnete an, doch Azul und seine Truppe entledigen sich mit ein paar versteckten Waffen der Bedrohung. Rodriguez Debütfilm beeindruckt nicht nur die Professionalität trotz Minibudgets, sondern auch durch den gewissen Rodriguezhumor (z.B. die doppelt geschmierte Beamtin im Gefängnis).
Gleichzeitig kommt der friedliche Mariachi und Off-Erzähler (Carlos Gallardo) in die Stadt – schwarz gekleidet und mit seiner Gitarre im Koffer unterm Arm. Doch die Suche nach Arbeit erweist sich als schwer. Hier lässt Rodriguez wieder seinen Humor spielen, z.B. wenn der Keyboarder auftritt.

Doch auch Azul kommt in die Stadt – schwarz gekleidet und mit einem Gitarrenkoffer voller Waffen. Er radiert erst mal fröhlich einige von Mocos Männer in einer Kneipe aus, um dann weiter nach dem Gangsterboss zu suchen. Dieser schickt seinen Häscher nach seinem Feind aus, wobei diese nur zwei Dinge über Azul wissen: Er ist schwarz gekleidet und trägt einen Gitarrenkoffer. Und ehe er sich versieht wird auch auf den harmlosen Mariachi Jagd gemacht.
Ganz klar: „El Mariachi“ kann nicht mit dem ungleich höher budgetierten „Desperado“ mithalten, kann aber durchaus glänzen. Zum einen durch den bereits angesprochenen Humor, der immer wieder zum grimmigen Lächeln anregt (z.B. die Szene mit dem vergessenen Bier). Zudem beweist sich Rodriguez mit einigen ausgefallenen Kameraperspektiven und Filmtricks als guter Regisseur.
Der Plot ist ganz in Ordnung, weist allerdings einige Längen auf. Das ist bei einer Länge von weniger als 80 Minuten zwar schade, aber zum Glück sind die Längen nicht allzu gravierend. Die meisten Wendungen bestehen zwar nur aus den verschiedenen Verwechslungen zwischen Azul und dem Mariachi, aber Rodriguez peppt das Script noch mit einer Liebesgeschichte zwischen dem Mariachi und der Barbesitzerin Domino auf. Diese bekommt im weiteren Verlauf und im Hinblick auf „Desperado“ noch eine besondere Bedeutung.

Zwischendurch kommt es auch immer zu kleineren Schießereien zwischen den einzelnen Angehörigen der verschiedenen Gruppen. Diese sind im Hinblick auf die Produktionsumstände sehr gut gemacht, sind nett anzusehen und bieten einige recht blutige Einschüsse.
Bei den Schauspielern handelt es sich komplett um Nobodys, die auch weiterhin keine große Karriere starteten. Die Leistungen sind zwar vom Oscar weit entfernt, aber durchaus ganz gut, was für die komplette Besetzung gilt.

„El Mariachi“ erweist sich als gut guckbarer Anfangsfilm und als kleine Lehrstunde über das Low Budget Filmemachen, aber zum großen Wurf fehlen noch einige Dinge wie z.B. ein besserer Plot.


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