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Mariachi, El (1992)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 19.11.2009, seitdem 421 Mal gelesen



Für lumpige 7000 Dollar erfüllte sich Robert Rodriguez (From Dusk till Dawn, Planet Terror) den Wunschtraum vom ersten Spielfilm. Dafür fungierte er als Regisseur, Drehbuchautor, Cutter, Kameramann und Produzent. Auch Darsteller Carlos Gallardo (Single Action, Grindhouse) war damals noch ein Nichts. Gallardo schlüpfte in die Hauptrolle des Mariachis und kratzte zusammen mit Rodriguez die paar tausend Dollar zusammen. Und es lohnte sich, denn Columbia Tristar vermarktete den Film und ließ Rodriguez drei Jahre später das Sequel "Desperado" drehen, welches das tausendfache kostete. "El Mariachi" sieht auf jeden Fall wesentlich teurer aus, als er war, ist aber auch nur ein durchschnittliches Vergnügen.

El Mariachi (Carlos Gallardo) sucht in verschiedenen Bars verzweifelt nach einem Job. Dabei wird er mit dem Killer Azul (Reinol Martinez) verwechselt, der auch einen schwarzen Gitarrenkoffer bei sich trägt, in dem sich jedoch Waffen befinden. Azul will sich an Gangster Maurice (Peter Marquardt) rächen, der ihm noch Geld schuldet. Doch plötzlich steht der Mariachi auf der Abschussliste. Er versteckt sich bei seiner neuen Liebe Domino (Consuelo Gómez). Doch irgendwann muss er mit Maurice abrechnen.

Die Story ist schnell erzählt. Ein Mariachi dessen Namen wir nicht kennen, sucht einen Job als Balladensänger in einem mexikanischen Kaff, dessen Namen wir ebenfalls nicht kennen. Bei sich trägt er einen schwarzen Gitarrenkoffer. genau der bringt ihm mächtig Ärger ein. Denn der Killer Azul kann aus dem Knast fliehen, macht dabei gleich ein paar von Maurice Männern platt, doch einen actionreichen Auftakt sollte man nicht erwarten. Es fallen lediglich ein paar Schüsse. Azul hat eine Rechnung mit Maurice offen. Der lebt in einer Villa, ist von Frauen umgeben und trägt nur weiss. Über die einzelnen Charaktere erfahren wir leider zu wenig, gerade die Vergangenheit des Mariachis hätte interessiert.

Maurice schickt natürlich seine Truppe los, um Azul zu stellen, doch stattdessen steht bald der Gitarrenspieler im Kugelhagel. Es folgen ein paar kleine Shootouts und Verfolgungsjagden, nichts aufregendes. Ein kleines Highlight dürfte die Hinrichtung einiger Schergen im Saloon sein. Aber jegliche Actionszene ist so schnell rum, wie sie begann. Dabei gibt es ein paar sehr blutige Einschüsse zu sehen, auf Sachschäden jeglicher Art musste wegen des Budgets verzichtet werden. So hauen die kleinen Scharmützel kaum vom Hocker und auch vom Finale erhofft man sich mehr.

Und trotz der kurzen Laufzeit von 80 Minuten, hat "El Mariachi" so seine Längen. Der Mariachi bendelt mit der hübschen Barbesitzerin Domino an und hat auch Kontakt zu Maurice. Den Liebeleien zwischen den Beiden widmet Rodriguez zuviel Zeit, doch sein eigensinniger Humor rettet viele Sequenzen. Viele Onliner, der Keyboarder in der Bar, die Szenen mit dem Bier, oder der Hotelbesitzer mit seinen Telefonaten. Viele Kugeln treffen nicht ihr Ziel, doch die Gags sitzen.
Von den Darstellern sollte man nicht zuviel erwarten, denn Rodriguez rekrutierte sie aus seinem Bekanntenkreis. Einen Carlos Gallardo kann man natürlich nicht mit einem Antonio Banderas vergleichen. Aber für Laien machen sie einen guten Job, Totalausfälle gibt nicht zu beklagen.

Gegen "Desperado" hat Rodriguez Regiedebüt natürlich keine Chance. Die Story ist passabel, aber ein wenig zäh umgesetzt, so kommt es trotz der kurzen Laufzeit zu kleinen Hängern. Die Action ist an sich okay, auch wenn es davon zu wenig gibt. Trotz aller Kritik, muss man das erstmal nachmachen mit so wenig Kohle einen solchen Film auf die Beine zu stellen. Selbst die Laiendarsteller laufen hier zur Höchstform auf.


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