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Earthtastrophe (2016)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 3 / 10)
eingetragen am 21.04.2017, seitdem 75 Mal gelesen



„Die letzen Tag der Menscheit sind angebrochen“ steht tatsächlich genauso auf dem Cover.
Da scheinen wohl die letzten Gehirnzellen nach Sichtung des Streifens abgebrochen zu sein, um drei Fehler in sieben Wörter zu packen. Ansonsten kann der Verleih natürlich nichts für den hanebüchenen Unfug, mit dem sich die Produktionsfirma Cinetel endgültig in die Liga um SyFy und Asylum einreiht.

Der einstige Unternehmer Colin erwacht nach einem knappen Jahr aus dem Koma und hat nur bruchstückhafte Erinnerungen an eine Sylvesterfeier, die mit einer Blitzspirale am Himmel jäh beendet wurde. Die Erde liegt beinahe komplett in Schutt und Asche, seit sie durch ein Wurmloch in ein anderes Universum gezogen wurde. Langsam dämmert Colin, wie es dazu kommen konnte und ihm und den wenigen anderen Überlebenden bleibt nicht viel Zeit, eine weitere Katastrophe abzuwenden…

Es ist eher untypisch für eine TV-Produktion dieser Art, mit zahlreichen Rückblenden, Visionen und Erinnerungsfragmenten zu arbeiten. Das stiftet besonders im ersten Drittel einige Verwirrung, da sich nur bruchstückhaft erschließt, was sich vor und an jener Sylvesterfeier ereignete. Dazwischen werden die wenigen Protagonisten eingeführt, welche jedoch allesamt austauschbar bleiben, während Colin mit sich und seinen Erinnerungen zu kämpfen hat. Zwischendurch verlässt er das Lager und landet in den Fängen eines Grobians, den er tatsächlich mit Aussicht auf viel Geld milde stimmen kann, - immerhin kehren damit einige Erinnerungen zurück, so dass die Flashbacks im letzten Drittel Gestalt annehmen und sich daraus ein Subplot mit Thriller-Elementen entwickelt.

Das Drumherum im Hier und Jetzt generiert allerdings kaum Spannung, denn die wenigen Figuren weichen zwar regelmäßig E-Wolken (mit Starkstrom gefüllte CGI-Watte) aus, doch es mangelt insgesamt an Abwechslung. Hinzu gesellen sich Erklärungen, die im Verlauf immer hanebüchener werden, mit nuklearen Brennstoffzellen, einem Wolkensauger und Beeinflussung des Unterbewusstseins auf einer zweiten Realitätsebene.

Einige Trümmerlandschaften sind okay gestaltet und um das verheerende, weltweite Ausmaß zu veranschaulichen, zerbricht der Eifelturm und die Freiheitsstatue wirkt auch nicht ganz heil, doch sobald Blitze auf die Kulissen treffen, verwässern die schwachen Computereffekte jede Spur von Glaubhaftigkeit. Dabei ist die Ausstattung der Sets mit viel Geröll und verstaubten Requisiten passabel, wogegen animierte Planetenwurstelei nach Erklärbärfernsehen für Kinder anmutet.

Am Ende des Tages (dem vermeintlich letzen der Menscheit) kommen verdammt viele Unwahrscheinlichkeiten und physikalische Unverhältnismäßigkeiten zusammen, Logikfehler nehmen astronomische Ausmaße an, was selbst dem latent antreibenden Score nicht zu verschleiern gelingt. Schwache Effekte, hölzerne Mimen und wenig Abwechslung in der ersten Hälfte stehen einer halbwegs temporeichen zweiten gegenüber, was den unrunden Gesamteindruck jedoch kaum mehr ins Positive lenkt.
3,5 von 10


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