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King Arthur: Legend of the Sword (2017)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 19.05.2017, seitdem 341 Mal gelesen



Charlie Hunnam spielt Arthur, der auf den Straßen des mittelalterlichen Londons groß geworden ist. Eines Tages gerät er an ein paar Soldaten, die ihn, wie alle jungen Männer im Königreich, zum sagenumwobenen Schwert Excalibur bringen. König Vortigern, gespielt von Jude Law, der einst seinen Bruder, gespielt von Eric Bana, tötete, um die Krone zu erhalten, will den Mann finden, der als einziger das Schwert aus einem massiven Felsbrocken zu ziehen vermag. Dazu ist nämlich nur sein verschollener Neffe, der rechtmäßige König, imstande. Arthur entpuppt sich als ebendieser Sohn des ehemaligen Regenten, obwohl er nichts von seiner royalen Herkunft wusste. Die Schergen des Königs nehmen ihn, nachdem er das Schwert aus dem Stein gezogen hat, deswegen kurzerhand gefangen. Vor seiner Hinrichtung gelingt es einigen Rebellen jedoch, ihn zu befreien. Sie hoffen, dass er sich an die Spitze des Aufstandes gegen den König stellen wird.

Die Artus-Legende: Historisch eher schwammig, dafür aber sagenumwoben, beflügelten Geschichten um ihn, den Druiden Merlin, um das Schwert Excalibur und die Ritter der Tafelrunde bereits die Fantasie mittelalterlicher britischer Chronisten. Heute ist der Mythos ähnlich bekannt wie die Geschichte von Robin Hood, weshalb sie vergleichbar oft mit dem Helden in Strumpfhosen für das Kino adaptiert wurde: Vom Epos „Excalibur“ über den Disney-Trickfilm „Die Hexe und der Zauberer“, die Monty-Python-Groteske „Die Ritter der Kokusnuss“ bis hin zum 2004 erschienenen Antoine-Fuqua-Blockbuster „King Arthur“ mit Clive Owen. Der jüngste in dieser langen Reihe ist „King Arthur: Legend of the Sword“, mit dem Guy Ritchie nach „Sherlock Holmes“ erneut einer bekannten Figur seinen persönlichen Stempel aufzudrücken versucht. Und zumindest das ist ihm durchaus gelungen.

Ritchies „King Arthur“ hat fast nichts Monumentales an sich. Der Regisseur verzichtet auf einen pathetischen Score, auf martialische Dialoge, auf langsame Kamerafahrten in Richtung bildgewaltig in Szene gesetzter Burgen. Stattdessen setzt Ritchie auf eine von ihm gewohnte flotte Erzählweise, bei der manches parallel geschildert wird, wenn der Regisseur gerade besonders stark aufs Tempo drückt. Unterlegt von einem rockigen, aufpeitschenden und ruhelosen Score, der genauso gut zu „Crank“ oder „Fast and Furious“ passen würde, mit schnellen Cuts und Action-geladenem Dauerfeuer sorgt Ritchie durchweg für Kurzweil. Zu diesem Stil passen die dynamischen Verfolgungsjagden, die quasi aus einem Jump-and-Run-Computerspiel stammen könnten, die schnellen Nah- und Schwertkämpfe, die stark hervorgehobenen aber sehr gelungenen 3D-Effekte. Die historischen Schauplätze wirken dazwischen zwar mitunter etwas künstlich, sind jedoch ebenfalls sehenswert.

Ritchie zieht also alle inszenatorischen Register - das jedoch zu früh und zu oft. Daher festigt sich besonders zum Ende hin der Eindruck, die Kampf-Szenen und digitalen Effekte so ähnlich bereits gesehen und den krachenden Sound bereits dutzendfach gehört zu haben. Angesichts des überschaubaren Inhalts, der von gängigen Fantasy-Elementen durchsetzten Story, der platten Schwarz-Weiß-Malerei bei der Figurenkonstellation, hätte es mehr als diese auf Dauer monotone Inszenierung gebraucht, um den Film über das Mittelmaß zu hieven. Dabei hatte Ritchie mit Charlie Hunnam einen charismatischen und authentischen Arthur zur Verfügung, der angesichts des überschaubaren Box Office aber vermutlich keinen zweiten Auftritt in dieser Rolle haben wird. Sein Gegenspieler ist ein entfesselter Jude Law, der als boshafter Tyrann nah am Overacting agiert.

Fazit:
„King Arthur: Legend of the Sword“ ist flott inszeniert und damit durchweg unterhaltsam. Auf Dauer ist Ritchies Stil jedoch zu monoton um trotz der überschaubaren Story über das Mittelmaß hinauszuschießen. Kein monumentales Epos, aber sehr solider Kurzweil.

64 %


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