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Leviathan (1989)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 23.06.2010, seitdem 770 Mal gelesen



Der "Leviathan" entstammt der Mythologie und soll eine großes Seeungeheuer darstellen. Hier ist es der Name eines russischen Forschungsschiffes, dass diesen zu Recht trägt. Den Namen George P. Cosmatos (Rambo II, Die City Cobra) verbindet man sofort mit Sylvester Stallone und Actionfilmen. Jedoch qualifiziert sich Cosmatos mit "Leviathan" auch im Bereich Sci-Fi-Horror. Und es ist schier unglaublich, wieviel bekannte Namen hier auftauchen. Das fängt schon beim Drehbuch an, welches David Webb Peoples (Blade Runner, Soldier) und Jeb Stuart (Stirb Langsam, Und wieder 48 Stunden) schrieben. Nebst dem Cast, der viele prominente Darsteller enthält, war Stan Winston für die Monstereffekte verantwortlich. Bei diesem Großaufgebot kann eigentlich nicht viel schiefgehen, leider sprechen die Einspielergebnisse eine andere Sprache. So verschwand dieser Monsterhorror ein wenig in der Versenkung, zu Unrecht wie ich finde.

Die Schürfstation "Shack 7" liegt in 16000 Fuss Tiefe im Atlantischen Ozean. Die Tri Oceanic Mining Corporation hat hier Unmengen von Silber entdeckt und lässt es ihre Mitarbeiter in 90 Tage Schichten abbauen. Stationsleiter Steven Beck (Peter Weller) und seine Mannschaft haben noch drei Tage Arbeit vor sich, dann folgt der Schichtwechsel. Doch in einem Meeresgraben stoßen sie auf ein russisches Schiffswrack. Buzz "Sixpack" Parrish (Daniel Stern) kann den Tresor des Schiffs bergen. Den dort inliegenden Flachmann mit Wodka steckt er sich heimlich in die Tasche. Ein großer Fehler, denn kurz dem Konsumieren des Wodkas beginnt sich Sixpack zu verändern. Er verwandelt sich in ein Monster, auf "Shack 7" beginnt ein blutiger Kampf ums Überleben.

Die typische Unkorrektheit der 80er Jahre, die Russen dürfen mal wieder als Sündenböcke herhalten. Auch sonst sollte man der Story nicht zuviel Beachtung schenken, denn es finden sich einige trashige Anleihen. Zum Beispiel findet sich das Experiment ausgerechnet im Wodka wieder, die gesamte Mannschaft der "Leviathan" war also entbehrlich. Was kommt, kann sich auch der unerfahrene Zuschauer schnell ausmalen. Doch Cosmatos zieht die Spannungsschraube kontinuirlich an, erzählt das Geschehen allerdings sehr langsam. Doch dank der Atmosphäre fällt das kaum ins Gewicht. Ganz besonders Kulisse und Ausstattung wissen zu gefallen und können fast mit Camerons "The Abyss" schritthalten. Es ist in manchen Szenen zu sehen, dass Wasser nur simuliert wurde, trotzdem fühlt man sich in die bedrohliche Unterwasserwelt versetzt. Die Mannschaft ist hier komplett von der Technik abhängig, die zu Beginn einem Teammitglied fast das Leben kostet. Cosmatos lässt sich Zeit, bevor mit dem eigentlichen Geschehen beginnt. Wir lernen Beck und seine Truppe kennen, Personen mit denen man sich identifizieren kann, hat man schnell gefunden. Beck steht stets in Kontakt mit seiner Vorgesetzten (Meg Foster) die nichts gutes mit der Besatzung der "Shack 7" im Schilde führt.

So gibt es bald den ersten Toten zu beklagen, was anfänglich aussieht wie ein Hautkrankheit, erinnert bald an John Carpenters "The Thing". Der Körper beginnt sich zu verformen und verwandelt den Menschen in ein Fisch ähnliches Monster. Dieses ist ganz scharf auf menschliches Blut, einer nach dem anderen muss nun dran glauben. Und dank der stets geschickt platzierten Kamera  und den tollen Fahrten durch die Unterwasserstation, könnte die Hetzjagd nicht spannender sein. Ausserdem läuft noch ein Countdown, der die Station implodieren lässt. Stan Winstons Arbeit ist auch diesmal wieder furchterregend, nur variiert die Größe zu sehr. Einmal ist es nicht viel größer als ein Mensch, dann wieder riesig. Trotzdem sieht das Monster schön eklig aus, man sieht es aber nie ganz. Hier wird ein wenig mit Schatten- und Lichteffekten oder schnelleren Schnitten gearbeitet. Der Gorehound geht leider leer aus, ausser ein paar Ekeleffekten, die jedoch hervorragend aussehen, gibt es da nicht viel. Wenn das Monster tötet, geschieht das größtenteils im Off, oder recht unblutig. Der gelungene Score stammt übrigens von Jerry Goldsmith.  An der prominenten Riege gibt es auch nichts auszusetzen. Peter Weller, Richard Crenna, Ernie Hudson, Meg Foster, Daniel Stern, Hector Elizondo und der Rest machen ihren Job gut.

Es ist nicht unbedingt ein großer Wurf, doch "Leviathan" ist altmodisches Monsterkino mit ekligen Effekten und Spannung auf hohem Niveau. Das hohe Budget spiegelt sich besonders bei Kulisse und Ausstattung wieder und es ist schier unglaublich wieviel bekannte Namen hier zusammenarbeiten. Wer sich ohne jegliche Computereffekte mal wieder richtig gruseln will, ist hier gut aufgehoben.


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