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Bokeh (2017)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 13.01.2018, seitdem 59 Mal gelesen



Bis das die Einsamkeit uns scheidet 


Seit "It Follows" bin ich großer Maika Monroe-Fan, beobachte genau was die junge Dame so treibt. Außerdem halte ich Island für einen der schönsten Fleckchen Erde auf diesem Planeten und Twilight Zone-artige Ausgangslagen haben es mir ebenso angetan. Geduld halte ich zudem für eine meiner Stärken. Ist "Bokeh" also der perfekte Film für mich? In dem emotionalen Endzeit-Drama ist ein Pärchen auf Islandreise über Nacht plötzlich alleine in dem riesigen Land, wahrscheinlich sogar auf der kompletten weiten Welt. Paradies oder Hölle? 


Island-Fans müssen sich "Bokeh" angucken. Fast kann der minimalistische Endzeitler als Werbeclip für das nordische Inselland durchgehen. Wer jedoch Action, Grusel oder großartig Mystery erwartet, wird hart enttäuscht. "Bokeh" ist ein ruhiges Beziehungsdrama über Einsamkeit bzw. Zweisamkeit, über das Verlieren von Lebensmut und was es heißt, den Sinn des Lebens entgleiten zu sehen. Die zwei Hauptdarsteller machen das solide und man kauft ihnen sowohl die schönen wie traurigen Momente ab. Ihre Reise, physisch wie emotional, wird konsequent durchgezogen. Die Regisseure wissen genau, wohin sie wollen. Leider weiß der Zuschauer dies ebenfalls fix. 


Ein paar mehr Konfliktsituationen oder Höhepunkte hätten es durchaus sein dürfen. Terrence Malick gefällt das zwar, doch insgesamt wäre durchaus mehr drin gewesen. Mehr Spannung und mehr Unterhaltung vor allem. Den Ansatz sich auf die Beziehung der zwei verlassenen Seelen zu konzentrieren, ist lobenswert, wird jedoch kaum gewürzt durch äußere Einflüsse. Alles plätschert vor sich hin und endet wenig überraschend. Ein gefühlvoller Soundtrack hilft da dann höchstens beim noch schnelleren Einschlafen. Jedem Pärchen geht die Geschichte und Entwicklung der zwei Städtereisenden nah, visuell brilliert Island, nur leider steht der Film durchgängig auf der Bremse und denkt nichtmal dran, zwischendurch das Gaspedal auch nur anzugucken. Lethargisch. 


Fazit: Island ist immer eine Reise wert. Und "Bokeh" eine Entdeckung für geduldige Städetourer und Filmegucker. Eine Meditation auf die Zweisamkeit. Maika Monroe, Islands Landschaft, eine immer wieder gerne gesehene Grundidee - das reicht mir manchmal. In der richtigen Stimmung. 


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