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Frogs (1972)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 4 / 10)
eingetragen am 17.02.2006, seitdem 740 Mal gelesen



Der Pressefotograf Pickett Smith gerät durch einen Bootsunfall während einer Reportage über Umweltverschmutzung an die Familie Crockett, die im Kolonialistenstil auf einer Insel residiert. Diesen Sommer sind dort Ochsenfrösche die reinste Plage, grauenvolles Gequake terrorisiert die wohlhabende Gesellschaft. Der Gärtner ist, wie nicht immer, der Ermordete, muss der Durchblicker Smith feststellen, Telefon ist auch ausgefallen und die Giftschlange hängt im Kronleuchter. Richtig deutlich wird der Kern allen Schreckens nicht so richtig, außer einer diffusen Rache der Natur am Menschen. Besonders am rigiden Familienoberhaupt, das die Natur vor 15 Jahren schon in den Rollstuhl brachte und nun immer noch Ökosau ist. Im Bereich Tierhorror führt derartig uneinsichtiges Verhalten des Öfteren zum direkten Tode, zumal dann, wenn es eine Roger Corman, oder wie diese, eine Samuel Z. Arkoff Produktion ist. Zum freiheitsliebenden Fotografen passt die allein stehende Tochter des Hauses (Karen) ideal, ein richtiges Pärchen für das 70er Jugendmagazin. Wenn die Musik nicht wäre, die ständig die Flora und Fauna als brandgefährlich anzupreisen versucht, bliebe vor allem ein Familiendrama im Generationenkonflikt und Gemeinheiten gegenüber der heimischen Tierwelt übrig. Der Titel "Frösche" ist etwas irreführend, denn es sind auch Schlangen, Spinnen, Echsen, Blutegel, ein Alligator und Schlingpflanzen mit von der Partie, die halbe Terraristikabteilung eben. Richtig unheimlich als Phänomen wie "Die Vögel" wird es nie, wenn die Echsen die Tür brav auf und auch hinter sich wieder zumachen, nun ja. Und was die Frösche anbelangt, die sind nunmal über den Rasen hoppelnde Glitschklumpen, vor denen sich vielleicht mancher zu Tode erschreckt, aber Killerbestien? Nicht mehr, als die Schnecken in "Slugs", nur unspannender und unblutiger geht es zu. Gut gefällt Ray Milland ("Der Mann Mit Den Röntgenaugen") als tyrannischer Großvater Jason Crockett, dessen Geburtstag und gleichzeitig der Wendepunkt dieses Ökohorrors ausgerechnet auf den Nationalfeiertag 4. Juli fällt. Kritische Anklänge zur nationalistischen US-Gesellschaft finden sich nur bei sehr, sehr genauer Betrachtung unter der platten, nicht immer funktionierenden Oberfläche, wobei gerade das Drama unter den Betroffenen in Not interessanter ist, als der billig inszenierte Horrorflick. Allein schon die Abgänge der Frevler sind allesamt lachhaft inszeniert, was manch einem den Unterhaltungswert schmälert, anderen denselben erhöhen wird.

Fazit: Wald und Flur eine einzige Bedrohung aus tausend trägen Amphibienaugen. Oder anders gesagt: Hypnotische Froschblicke und ähnlicher Terror bringen Umweltsünder um. 4/10 Punkten


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