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Accident Man (2018)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 14.02.2018, seitdem 216 Mal gelesen



Nicht jede Comicverfilmung ist als solche auf den ersten Blick erkennbar, vor allem wenn phantastische Elemente fehlen und die Figuren lediglich arg überzeichnet daherkommen.
Dieses trifft auf „Accident Man“ zu, bei dem Hauptdarsteller Scott Adkins nicht nur als Produzent fungierte, sondern auch maßgeblich am Drehbuch mitwirkte.

Im Pub Oasis treffen sich regelmäßig die Auftragskiller Londons unter der Leitung von Barkeeper Big Ray (Ray Stevenson). Mike Fallon (Scott Adkins) ist der Experte für jene Auftragsmorde, die nach einem Unfall aussehen. Als dieser erfährt, dass seine ehemalige Freundin Beth möglicherweise von einem seiner Leute umgebracht wurde, versucht er den Drahtzieher ausfindig zu machen…

Comics basieren selten auf ausgeklügelten Geschichten oder tief schürfenden Moralgrundsätzen und so besinnt sich Regisseur Jesse V. Johnson, seines Zeichens erfahrener Stuntman, auf das, was ihm zur Verfügung steht. Und das sind in erster Linie Mimen mit Kampfsporterfahrung. Neben Adkins sind das vor allem Michael Jai White, Ray Park und Amy Johnston, die hier ihre Moves präsentieren können.

So dauern einige Fights mehrere Minuten und neben einigem Inventar werden nicht selten Knochen verrenkt oder gebrochen. Die Kamera arbeitet stets auf Höhe des Geschehens und der Schnitt sorgt dafür, dass die Action zu keiner Zeit hektisch oder gar unübersichtlich daherkommt. Nicht selten erinnern die Fights an Kampfsportfilme der Achtziger und Neunziger, allerdings im positiven Sinne,

Zudem lebt das Geschehen vom Zusammenspiel der skurrilen Figuren und manch recht makaberer Einlage. Fallons Unfallmorde weisen ein ordentliches Timing auf, denen oftmals eine gehörige Portion Situationskomik mitschwingt, etwa, als jemand vom Auto regelrecht geplättet wird oder der Begriff der Defenestration ein wenig anders interpretiert wird.
Hinzu gesellen sich einige boshafte Kommentare der Hauptfigur aus dem Off, während potenzielle Opfer zuweilen komplett unsachgemäß reagieren.

Leider nimmt ein etwas ausschweifender Rückblick auf die Jugend des Helden ein wenig Drive heraus, es gibt keinen wirklichen Antagonisten und der Handlungsverlauf ist in vielen Belangen arg vorhersehbar. Auf der Habenseite befinden sich jedoch die treffend besetzten Darsteller, deren Spielfreude etwas Leichtfüßiges, beinahe Unbedarftes erzeugt, was sich zwangsläufig auf den Betrachter überträgt.

Kampfsportfreunde der alten Schule werden definitiv bedient. Adkins ist nach wie vor extrem schnell und beweglich, die Fights sind sehr gut choreographiert und eine gesunde Härte ist ebenfalls auszumachen. Die Story hinkt demgegenüber deutlich hinterher, doch einige Situationskomik und ein paar flapsige Sprüche sorgen für einen entsprechenden Ausgleich.
7,5 von 10


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