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Foreigner, The (2017)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 13.02.2018, seitdem 221 Mal gelesen



Fast mutet es wie ein Treffen nicht mehr ganz so junger Action-Veteranen an, wenn Jackie Chan (1954) und Pierce Brosnan (1953) gemeinsam vor der Kamera stehen und Martin Campbell („Goldfinger“, „Casino Royale“) im stolzen Alter von 76 Jahren die Regie übernimmt. Dass die literarische Vorlage von Stephen Leathers Anfang der Neunziger entstand, merkt man dem Stoff zwar an, altmodisch wirkt er deshalb beileibe nicht.

Als Restaurantbesitzer Quan (Chan) seine Tochter bei einem terroristischen Bombenanschlag in London verliert, sucht er nach Antworten und will die Namen der Verantwortlichen.
Die hiesige Polizei ist ratlos, deshalb wendet er sich an den irischen Politiker Hennessy (Brosnan), früher selbst aktives Mitglied der IRA. Als dieser Quan abzuwimmeln versucht, ahnt er noch nicht, mit welch harten Bandagen der trauernde Vater kämpft…

Viele kennen Jackie Chan als quirligen Hampelmann, der nebenher Kung Fu beherrscht, viele Stunts selbst ĂĽbernahm und sich bei einigen Drehs nicht unerhebliche Verletzungen zuzog.
Die Figur des trauernden Vaters, der nahezu wortlos und mit hängenden Schultern durch die Gegend latscht nimmt man ihm dennoch voll ab, denn wie einige seiner früheren Actionkollegen gesellt sich im Alter eine gewisse schauspielerische Reife hinzu. Insofern etabliert sich die Figur des Quan umgehend als Sympathieträger, während bei Hennessy nie ganz klar wird, welche Fäden er zieht und wer mit wem im Hintergrund paktieren mag.

Die Action ist derweil wohl dosiert. Die Explosion zu Beginn ist relativ brachial und schonungslos in Szene gesetzt und kommt erschreckend realitätsnah daher, eine weitere im Mittelteil ist nicht minder detailliert ausgefallen. Quan, dem natürlich ein militärischer Hintergrund anhaftet, sorgt indes für ein Katz- und- Maus- Spiel mit Hennessys Schergen, während Szenen im Wald unweigerlich an „Rambo“ erinnern.
Zwar darf Chan auch ein wenig austeilen, doch die Fights sind nie übertrieben inszeniert und fallen angenehm bodenständig aus.

Storytechnisch kommt der Rache-Thriller ein wenig vertrackt daher, da er innerhalb einiger Intrigen und Geheimpakte stets mit neuen Enthüllungen um die Ecke kommt, gegen Ende jedoch ein paar Nebenhandlungsstränge zuviel einbaut. Längen entstehen innerhalb der 113 Minuten jedoch nicht, denn dafür ist das Tempo nahezu konstant hoch, während der wabernde Score im Hintergrund ordentlich antreibt.

Auf darstellerischer Ebene liefern sich Chan und Brosnan ein ansprechendes Duell, da beide recht nuanciert zuwerke gehen und somit vollends überzeugen. Gleiches gilt für sämtliche Nebendarsteller. Übermäßig innovativ ist die Geschichte zwar nicht, doch regelmäßige Spannungseinlagen und sauber gefilmte Action langen allemal aus, um über die volle Laufzeit grundsolide zu unterhalten.
7,5 von 10


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