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Star Wars: Die letzten Jedi (2017)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 24.12.2017, seitdem 154 Mal gelesen



Nach den ersten fünf Minuten weiß man wieder, warum THE FORCE AWAKENS so gut war – er hat gezeigt, wie witzig STAR WARS sein kann. Leider währt die gute Erinnerung nicht allzu lange, denn statt auf beherzte Taten setzt Regisseur Rian Johnson (BRICK, LOOPER) viel zu sehr auf Worte, lässt seine Helden über die Hälfte des Films in geschlossenen Räumen zerreden, was die Zuschauer (und die Fans sowieso) ohnehin wissen oder ahnen und was im Vorgänger von J. J. Abrams noch elegant und rasant über Aktionen erzählt wurde. Und es gibt diesmal auch keine wirklich nennenswerte Handlung (nicht mal „die Rebellen wollen den Todesstern zerstören“), keinen roten Faden, der die Geschichte zusammen- und den Zuschauer gefesselt hält, der Film zerfasert in einzelne Szenen mit einzelnen Figuren an unterschiedlichen Orten.

Inhaltlich bleibt alles beim Alten – gut gegen Böse, nur gelegentlich wird angedeutet, dass es dazwischen vielleicht auch Grauwerte geben könnte. Und einmal gibt es in THE LAST JEDI tatsächlich einen Moment, in dem ein neuer Entwurf des Universums möglich scheint, in dem kurz die Vision auftaucht, dass STAR WARS sich ein Stück weit in Richtung STAR TREK bewegen könnte, so wie das andere Franchise unter Erneuerer Abrams den Schritt in die andere Richtung getan hat. Doch der Moment verpufft und der Krieg der Sterne wird wie gewohnt fortgeführt.

Die größte Überraschung des Films ist dann nur noch, wie viele Szenen Generalprinzessin Leia hier hat – in Anbetracht der Tatsache, dass ihre Darstellerin während der Dreharbeiten verstarb. Da der Film von den Machern als „Tribut an Carrie Fisher“ bezeichnet wurde, könnte man vermuten, dass man möglichst viel von bereits gedrehtem Material mit ihr verwenden wollte, den Rest erledigt der Computer.

Natürlich ist das alles Kritik auf sehr hohem Niveau, denn der Film bleibt trotz seiner Mängel unterhaltsamer als die meisten Superheldenfranchises, betreibt genügend Fanservice und macht häufig durchaus Spaß. Am stärksten ist THE LAST JEDI, wenn er sich ganz aufs visuelle Erzählen verlässt, wie beim ersten Showdown in Snokes Red Room und in den Szenen auf dem weiß-roten Salzplaneten, die auch im Trailer schon den Hingucker boten. Dann stellt sich tatsächlich das Feeling der früheren Filme ein (EMPIRE wird hier ja auch mehrfach deutlich zitiert) und man sitzt mit großen Augen vor der Leinwand.


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