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Irgendwann in Mexico (2003)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 2 / 10)
eingetragen am 26.09.2003, seitdem 531 Mal gelesen



Wie zerstört man am besten einen Mythos? Nun, Rodriguez Neuauflage seiner Mariachi-Saga dürfte wohl ein Paradebeispiel dafür sein und ist für mich DIE Enttäuschung des Jahres.
Erstmal entsteht ein starker Atmosphäreverlust durch das steril wirkende DV-Material. Das will einfach nicht zur trockenen, staubigen Landschaft Mexikos passen. Die Action ist comicartig überzogen (unrealistisch ohne Ende), zu hektisch und lieblos gefilmt, dazu noch mit einem unappetitlich hohen Gewaltpegel. Die Schusswechsel wirken künstlich, das Blut aufgesetzt und sowieso wird alles sehr selbstzweckhaft und nicht stilgemäß eingesetzt. (Klar, der Film hat ja auch den Stil der Vorgänger verloren) Unfreiwillige Komik ist auch vorhanden, z. B. die Szene als Banderas einen Betäubungspfeil mitten in den Schädel bekommt fand ich einfach zum Kringeln.
Noch dazu ist die Handlung derartig verwirrend und langweilig, dass der Kinobesuch zur Tortur wird. Die dämlichen Dialoge tun ihr übriges um den früher so allgegenwärtigen Tarantino-Flair zu begraben. Die Stars (Antonio Banderas, Salma Hayek, Willem Dafoe, Mickey Rourke, Danny Trejo) werden mit Ihrer viel zu kurzen profillosen Darstellung einfach nur verheizt. Unmotiviert war wohl das gesamte Team, ansonsten wäre ein vernünftiges Zusammenspiel der Protagonisten möglich gewesen. Iglesias will auch nicht so recht zu dem Film passen, sollte wohl neben Banderas als Magnet für die weiblichen Kinobesucher herhalten. Einzig und allein Johnny Depp weiß wieder mal zu überzeugen, an die Performance in "Fluch der Karibik" reicht seine Leistung jedoch nicht heran, dafür war die Rolle zu eingeengt.
Die Musik ist selten schlecht ausgewählt, das ganze Geschehen wird zu kaum einen Zeitpunkt passend untermalt (wo ist Tito & Tarantula?)

Wäre noch zu sagen, dass der Film eher in der Videothek unter der Kategorie "08/15 Action" stehen sollte und nicht auf die Leinwand gehört. Zu lange war die Wartezeit und zu hoch waren die Erwartungen als dass Rodriguez (welcher Teufel ihn auch geritten haben sollte) mit diesem lustlos gedrehten Ballerfilm noch überzeugen könnte.

2/10 Punkte - Für Johnny Depps Darbietung und die zugegebenermaßen reichlich eingestreuten Actionszenen, die reine Ballerfilmfans zufrieden stellen dürften.
Der Charme der Vorgänger fehlt jedoch gänzlich!


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