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Irgendwann in Mexico (2003)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 2 / 10)
eingetragen am 09.12.2003, seitdem 743 Mal gelesen



Once upon a time in Mexico (/10)

Vorsicht: Spoiler

Von Rodriguez wurde ja mal gesprochen als ein innovativer Regisseur, der durch seine Kamerafahrten (El Mariachi) das Genre belebt haben sollte. Was er aber hier abliefert, ist ein langweiliges, wenig innovatives St├╝ck Kino, das den Zuschauer schnell langweilt.

Dabei ist der Film technisch nicht schlecht gemacht. Was st├Ârt, sind eher die andauernden auf cool getrimmten Erschie├čungsszenen, in denen schon mal Kunstblut auf die Filmlinse spritzt (so wenn Johnny Depp den Koch erschie├čt, weil der fettarmes Huhn unschmackhaft zubereitet hat). Selten habe ich so viele Kopfsch├╝sse und Erschie├čungen in Nahaufnahme gesehen, dass ich schnell den Wunsch hatte, Dawn of the Dead in den DVD-Player zu schieben.

Zu Johnny Depp: Das er sich f├╝r einen solchen Schlocker hergibt, ist unvorstellbar. Er ist eine absolute Fehlbesetzung, und die Szene, in denen er ohne Augen durch die Strassen torkelt, und nach Geh├Âr Kopfsch├╝sse platziert, ist peinlich und unter seiner W├╝rde.

Zu Salma Hayek: Sie wird auf dem Cover und im Vorspann gro├č angek├╝ndigt, dient aber nur dazu, einen Flashback hei├čer zu machen. Warum sie und Banderas zwar beide erschossen werden, er aber wie durch ein Wunder ├╝berlebt, ist mir ein R├Ątsel (und wahrscheinlich dem Regisseur auch).

Der einzige Lichtblick ist Danny Trejo, der mit seiner zerfurchten Knastfresse etwas Machostimmung in diesen Schinken bringt. Er wird zwar bald daraufhin erschossen, aber immer wenn er auftaucht, gibt es dem Film Flair und Unterweltspannung.

Mickey Rourke, ein wirklich schlechter und bemitleidenswerter Mime dritter Klasse, darf tuntig in die Kamera blicken, nuscheln und einen Zwergpinscher hinter seinem R├╝cken verstecken. Dafoe ist auch auf dem absteigenden Ast, seine Visage ist nur f├╝r kurze Auftritte gut, danach wird abgeblendet.

Nicht nur diese Mimen sorgen f├╝r einen Schlocker vom Feinsten: was mit pers├Ânlich missfiel, was die latente Gewaltverherrlichung dieses Streifens. Menschen fliegen erschossen durch die Luft, Kopfsch├╝sse lassen Blut an die Wand fliegen, Erschie├čungen etc. Und alles mit einem Unterton, der die ganze Gewalt so sch├Ân zelebriert und als filmisches Stilmittel missbraucht, jedoch den faschistoiden Unterton trotz aller Coolness nicht verhehlen kann.

Ich rate ab.


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