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Irgendwann in Mexico (2003)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 23.05.2004, seitdem 353 Mal gelesen



"Irgendwann in Mexiko" ist das enttäuschende Finale der El Mariachi-Trilogie. Da hatte ich von Robert Rodriguez (Spy Kids) mehr erwartet. Denn der Film verläuft getreu dem Motto "Gut gemeint, aber schlecht gemacht"!

El Mariachi (Antonio Banderas) hatte sich einem Leben in Einsamkeit ergeben. Aus diesem wird er jedoch jäh herausgerissen, als ihn der undurchschaubare CIA-Agent Sands (Johnny Deep) für einen Mordplan gewinnen will, in den der Präsident von Mexiko, ein skrupelloser Drogenboss (Willem Dafoe) und ein korrupter General verwickelt sind. El Mariachi hat seine Gründe dafür, warum er den Auftrag annimmt: Er will Rache. Und so schart er seine zwei einzigen Freunde um sich und zieht in die Schlacht...

Ein recht ordentlichen Cast hat Rodriguez hier zusammen getrommelt. An erster Stelle natürlich Antonio Banderas (Der 13. Krieger) als einsamer Rächer, der allerdings im Laufe des Films zu einer Art mexikanischer Patriot wird. Hier spielt Banderas leider nicht mehr so gut wie in "Desperado". In Rückblenden sieht man dann Salma Hayek (Wild Wild West) in einer ebenfalls enttäuschenden Rolle. Laut eigener Aussage hatte Hayek das Drehbuch nicht mal gelesen, sondern gleich zugesagt. Tja, hätte sie es mal lieber vorher gelesen. Einzig und allein Johnny Depp (Sleepy Hollow) kann als CIA-Agent sowie Blind-Shooter positiv überzeugen. Willem Dafoe (Platoon), Eva Mendes (Exit Wounds) und Mickey Rourke (Double Team) wurden hingegen verschenkt. Ansonsten sieht man halt die typischen Visagen wieder, die man auch in anderen Rodriguez-Produktionen zu sehen bekommt. Dazu gehören u.a. Danny Trejo (Con Air) und Cheech Marin (Ghostbusters 2).

Die Action hat Rodriguez teilweise gut in Szene gesetzt, auch wenn sie häufig übertrieben, ja fast schon comicartig, wirken. Da trifft Carolina mit ihren Wurfmessern zielgenau die Männer hinter ihrem Gatten, der Mariachi klettert wie Spiderman Wände hoch und Gegner fliegen von Schüssen getroffen mehrere Meter weit weg. Das Finale wurde dann doch etwas arm inszeniert. Die Art, wie der Mariachi den Mörder seiner Frau töten ist gut gemacht worden, doch man hätte sich ein finales Duell zwischen El Mariachi und Sands gewünscht. So beseitigt Sands lediglich blind ein paar Gegner und die Tusse, die ihn verraten hat. Allerdings wurde jene Szene, wo sich der augenlose Sands seine Waffen umlegt mit ordentlicher Musik unterlegt. Leider versucht Rodriguez vergebens seinem Kumpel Quentin Tarantino nachzueifern, und so muss Sands blöderweise stets einen Koch umnieten, wenn ihm das Essen geschmeckt hat. Wozu das gut sein soll, frag ich mich heute noch. Zwar hat die Szene etwas tarantinohaftes, doch Quentin wäre nie im Leben auf solch eine beknackte Idee gekommen. Dann läuft noch ein unterfordeter Willem Dafoe im Darkman-Stil durchs Bild und man fragt, sich wie Rodriguez es geschafft hat, ihn für diesen Film zu gewinnen.

Und warum muss der Mariachi mal wieder seine Geliebte verlieren? Das hatten wir doch schon. Hier wiederholt sich Rodriguez auf erbärmliche Art und Weise. Hätte er Carolina doch ruhig am Leben lassen und lediglich ihr Kind vom bösen General umlegen lassen sollen. Wäre bestimmt toll gewesen, wenn man El Mariachi und Carolina gemeinsam auf einem Rachefeldzug sehen würde. Aber solch ein Einfall war Rodriguez leider verborgen geblieben und man möchte ihm mit dem selber geschriebenen Drehbuch eins um die Ohren hauen.

Auch wenn "Irgendwann in Mexiko" ordentliche Action zu bieten hat, reicht er längst nicht an die Qualität von "Desperado" und "From Dusk Till Dawn" heran. Schade, Robert... von dir hatte ich mehr erwartet!


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