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Nackt und zerfleischt (1980)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 23.10.2006, seitdem 747 Mal gelesen



Ich gebe hier gleich zu, dass ich kein Fan von solchen Filmen bin und auch bis jetzt nicht Viele gesehen habe. Daher fällt meine Wertung auch etwas schlechter aus. Der Film selber ist gut, spricht mich aber einfach nicht an.
" Nackt und Zerfleischt " ist wirklich starker Tobak, weil es so realistisch gefilmt ist. Regie führt hier Ruggero Deodato ( Cut and Run ). Er hat es wirklich drauf, denn diesen Film vergisst man nicht so schnell.

Inhalt:
Ein vierköpfiges TV-Reporterteam wagt sich in die grüne Hölle um dort die Kannibalestämme zu filmen. Doch sie kehren nicht wieder zurück. Also startet man eine zweite Expedition in dieses Gebiet. Dort gelingt es der Gruppe sogar Kontakt mit den Kannibalen herzustellen und es verläuft alles friedlich. Sogar das Filmmaterial des Reporterteams kann sichergestellt werden. Wieder in der Heimat wird dieses Material analysiert. Was da drauf zu sehen übertrifft die grausamsten Vorstellungen. Das Reporterteam hat sich zu grausamen Brutalitäten hinreißen lassen, die den Eingeborenen in nichts nachstehen. Und Diese haben sich dafür an dem Reporterteam gerächt, auf ihre Art.

Der Film ist durchweg interessant und spannend erzählt und pendelt geschickt zwischen Dschungel und Stadtkulisse hin und her.
Dabei sind die Dschungelbilder wieder herrlich geworden, wirken aber auch irgendwie bedrohlich, denn nicht nur die Kannibalen machen den Leuten im Dschungel zu schaffen, sondern auch gewisses Getier wie schlangen und Spinnen. Auf jeden Fall wirkt Deodatos Waldkulisse sehr bedrohlich und real. Man sieht hier, dass nicht in einem Park gedreht worden ist, sondern wirklich in freier Wildbahn.
Dazu spielt der verstörende Score von Riz Ortolani. Dieser untermalt den Kannibalenschocker wirklich perfekt und vor allem die Sounds bei den grausamen Szenen, stellt einem die Nackenhaare zu Berge.

Wer sich diesen Film ansieht braucht wirklich einen Starken Magen und essen würde ich auch nichts dabei, denn was man hier an Brutalitäten zu sehen bekommt, wirkt so realistisch und grausam, dass es wahr sein könnte. Nur diese wiederlichen Tiersnuffszenen hätte man weg lassen können. Da werden Tiere bei lebendigem Leibe masakriert, was wirklich grausam anzusehen ist. Da dies so realistisch aussieht, könnte man dies sogar in echt vor der Kamera mit den Tieren gemacht haben, ich hoffe mal nicht. Auf jeden Fall ein Punkt der nicht hätte sein müssen. Ganz scheußlich ist, wie das Reporterteam diese Riesenschildkröte auseinander nimmt.

Auch mit den Menschen geht man hier nicht zimperlicher um. Die Kannibalen haben grausame Rituale in denen Frauen vergewaltigt und zu Tode geprügelt werden, oder gar den Fötus aus dem Leib herausgerissen bekommen. Das ist wirklich richtig schockig.
Aber auch das Reporterteam erfährt die Grausamkeit der Kannibalen am eigenen Leib. Doch wie ich finde sind sie selbst Schuld daran. Deodato zeigt hier wirklich sehr gut auf, dass es in der grünen Hölle fast keinen Unterschied vom Kannibalen zum zivilisierten Menschen gibt, denn was das Team dort ein Eingeborenen antut, ist wirklich fast nicht mehr zu überbieten. Dafür rächen sich die Kannibalen blutig. Also bekommt der Zuschauer schockige Bluttaten zu sehen. Leute werden bei lebendigen Leibe totgeschlagen, bekommen das Glied abgeschnitten und die Gedärme herausgerissen. Und das Ganze wirkt so realistisch, dass man sich hier die Frage stellt, wie Deodato das eigentlich gemacht hat. Um ehrlich zu sein, ich will es gar nicht wissen.

Die Darsteller sind sehr glaubwürdig und intensiv. Wenn man sich den Film so ansieht, muss man als an " Blair Witch Project " denken. Genauso kommen einem die Filmaufnahmen vor. Nur mit dem Unterschied, dass man hier weiss, was mit dem Reporterteam geschieht. Doch Diese haben sich das eigene Grab selbst geschaufelt, nur aus Sensationslust.
Ich hab mir den Film einmal angesehen und das reicht für mich, für dieses Genre bin ich nicht geschaffen, da bleib ich lieber bei Action und Horrorfilmen.
Aber man muss Regisseur Ruggero Deodato schon Eines lassen. Der Film ist gut geworden, sehr realistisch, schon fast zu realistisch und vor allem an Grausamkeit fast nicht mehr zu überbieten. ich bin wahrlich nicht leicht zu schocken, aber dieser Film hat es tatsächlich geschafft.

Fazit:
Ultrastarker Tobak. Wirklich ganz hart an der Grenze, meine ist aber schon überschritten worden. Die Story ist gut und durchweg spannend erzählt. Die Kulisse ist atemberaubend und der Score untermalt den Schocker sehr verstörend. Die Brutalitäten sind grausam. Tiersnuff, Vergewaltigungen, Rituale und bestialische Todesarten stehen hier auf der Karte. Das Ganze ist so realistisch, dass ich mich frage wie Deodato das gemacht hat. Der Unterschied wie schnell ein Mensch zur Bestie werden kann, wird sehr gut erläutert und auch der Abschlusssatz, welcher lautet:" In jedem Mensch steckt ein Kannibale " hat etwas Wahres. der Mensch kann grausam sein und das wird uns hier aufgezeigt. Diese Art von Filmen ist nicht mein Fall. Wenn mir das Genre gefallen würde, wäre meine Bewertung sicher höher ausgefallen.


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