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Nackt und zerfleischt (1980)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 10.03.2002, seitdem 992 Mal gelesen



Hier haben wir also DEN Kannibalenfilm überhaupt. Und genau der ist es. Der wohl ekligste, blutigste und widerwertigste Kannibalenfilm aller Zeiten. Selten war ein Film verstörrender und eindringlicher als "Cannibal Holocaust". Ich sollte vorweg erwähnen, dass ich die Tiersnuffszenen verabscheue und Regisseur Ruggero Deodato dafür lynchen könnte. Aber man muss ihm zugestehen, dass er hier einen ernstzunehmenden und den wohl interessantesten Kannibalenfilm der Welt abgeliefert hat. Kommen wir zur Story: Erinnernd an "Blair Witch Project", bietet dieser Film eine interessante und gut ausgebaute Rahmenhandlung. Mit viel Spannung und Atmosphäre wird dem Zuschauer ein aufwendiger Kannibalenfilm präsentiert. Hier und da sickert manchmal etwas Leerlauf hindurch, was aber nicht übermäßig stört. Im Wesentlichen geht es nicht nur um Tötungen, Gore und Blut, obwohl der Film davon lebt, sondern um die Erzählung einer unmenschlichen Welt, derer wir so noch nicht kennen. Viel mehr wird der Zuschauer mit verborgenden Urängsten konfrontiert (Arachnophobie, Angst vorm Verhungern usw.). Schockierend und faszinierend wird uns hier mit erschreckendem Realismus gezeigt, wozu der Mensch fähig ist.

Kommen wir zu den darstellerischen Leistungen, dessen Niveau weit über dem Durchschnitt liegt. Realistisch und überzeugend werden hier die charakteristischen Züge der einzelnen Figuren perfekt dargestellt. Die einzelnen Charaktere schaffen es, den Zuschauer in den Bann des Films zu ziehen. Hier erwarten uns nicht die üblichen, meist wirklich miesen darstellerischen Leistungen, diverser anderer Kannibalenfilme der 70er und 80er Jahren, sondern hoch talentierte Schauspieler, die, wie bereits erwähnt, mit großem Realismus überzeugen. Und auch die Synchronisation macht diesmal tadellose Hochglanzarbeit.

Die Effekte wirken erschreckend realistisch und bieten spektakuläre Gorehounds, die den Zuschauer zum weggucken animieren. Mit großem Ekeleffekt werden hier Genitalien verstümmelt bzw. abgeschnitten, Menschen auseinander genommen und genüsslich verzehrt, hochschwangeren Frauen der Embryo entrissen und verspeist, Menschen gepfählt usw. Mit skandalösem Effekt werden hier zusätzlich noch Vergewaltigungen und Tierquälereien gezeigt. Bei den Tierszenen handelt es sich unmenschlicherweise um echte(!) Tierquälereien, dessen Konsequenzen der Regiesseur dann selbst erfuhr.

Fazit: Überzeugend, realistisch und unübertrefflich. Dennoch kein Meisterwerk, da es einfach zu unmenschlich, schockiernd und grausam zur Sache geht, und von Gore kein Film leben sollte. Und für die Tiersnuffszenen werden zusätzlich Punkte abgezogen, da das einfach nur unmenschlich ist. Eine Bewertung fällt schwer. (7/10)


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