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Nackt und zerfleischt (1980)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 17.06.2008, seitdem 4862 Mal gelesen



Deodato’s Machwerk hat zweifelsohne einen hohen Splattergehalt, wobei manches schon an der Grenze des „guten Geschmacks“ ist – wenn man diese Redewendung da überhaupt verwenden kann. In der Tat lässt sich zwar nicht leugnen dass es lange Zeit bei vielen Naturvölkern Kannibalismus gab( und vielleicht heute vereinzelt noch gibt). Doch diese ernährten sich dann auch von dem Fleisch der Getöteten. Ob sie auch so sinnlos gemordet haben wie in Deodato’s Film steht auf einem anderen Blatt. Ich meine beispielsweise die Szenen, wo man einer schwangeren Frau gewaltsam das Baby aus dem Leib reißt & sie dann zu Tode prügelt, oder jene Frau die am Ufer eines Sees – im Schlamm liegend – brutal misshandelt und dann erschlagen zurück ins Boot gezerrt wird. Dagegen wirkt die Szene, in der einem der „Journalisten“ der Penis abgeschnitten wird, schon fast harmlos. Etwas nervend ist die gewollt „fuchtelige, unruhige“ Kameraführung vor allem beim „Showdown“. Vom Inhalt her ähneln sich ja viele dieser Filme. Ein Expeditionsteam macht sich auf den Weg durch den Dschungel um – wie hier –einmaliges Filmmaterial über Kannibalen zu erhalten, ein anderes um einen Schatz zu finden usw.! Und selbstverständlich darf in so einem Team auch eine hübsche Frau nicht fehlen, in diesem Falle FRANCESCA CIARDI, die obendrein – wie sollte es auch anders sein – ihren makellosen Körper auch hüllenlos zeigen darf. Doch schließlich kommt es wie es kommen muss: Einer nach dem Anderen fällt den Eingeborenen zum Opfer und auch die Lady wird nicht verschont. Im Gegensatz zu anderen Werken des Kannibalen-Genres „verzichtete“ Deodato darauf, „seine“ Hauptdarstellerin an den Brüsten aufhängen zu lassen bzw. ihr diese abschneiden zu lassen. Vielleicht liegt es schlicht daran, dass die Dame nahezu „flach wie ein Bügelbrett“ ist. Wie dem auch sei, ob vollbusig oder nicht, letztendlich behalten die Menschenfresser die Oberhand und machen auch der CIARDI den Garaus. Trotz heftigster Gegenwehr wird sie mehrfach vergewaltigt bevor sie wie ein wildes Tier zu Tode geknüppelt und dann enthauptet wird. Da hatte Lenzi’s Kannibalenhorde in „Cannibal Ferox“ wesentlich „mehr Glück“ mit ihrer Gefangenen (Zora KEROVA). Zum einen, weil sie sich widerstandslos „fertig machen ließ“, zum anderen weil sie „oben rum“ sichtlich „besser bestückt“ war und so von den Mannen ohne viel Federlesens an ihren von Fleischerhaken durchbohrten Titten „aufgeknüpft“ werden konnte. Kein Wunder eigentlich, dass man Lenzi & Co. Frauenfeindlichkeit vorwarf, sind es doch vor allem die Damen, die vorzugsweise zu „Schlachtvieh“ degradiert werden. Fairerweise muss man aber doch erwähnen, dass in derartigen Filmchen auch so manches Mannsbild sich von seinem Glied „verabschieden“ musste. CANNIBAL HOLOCAUST ist jedenfalls wiederum ein filmisches Werk in dem Mensch und Tier geschlachtet wird ( nur dass die Tiertötungen traurige Realität sind & die Darsteller am Leben blieben..). Ob’s wirklich die Mutter der Kannibalenfilme ist, muss jeder selbst entscheiden, ich bevorzuge da noch eher „Cannibal Ferox“ & „Eaten Alive“, zumal die harten Szenen hier ruckelfrei sind. Erstgenannten sollte man sich aber in der Ultrabitversion von SAZUMA zulegen wegen der deutlich besseren Bildqualität. Schauspielerische Glanzleistungen gibt’s hier auch nicht mehr als in den anderen Werken, die Handlung der Story ist auch klar erkennbar.


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