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Nackt und zerfleischt (1980)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 9 / 10)
eingetragen am 18.09.2002, seitdem 1182 Mal gelesen



Wir befinden uns 1979 in Südamerika. Ein Reporterteam, dass aus 3 Männern und einer Frau bestehet kommt gerade aus Afrika zurück. Die 4 beschließen als nächstes in einen Dschungel in Südamerika zu gehen und eine Reportage über Kannibalen zu machen. Sie nehmen natürlich Waffen mit, weil die Kannibalen ja angeblich sehr gefährlich sein sollen. Einer von dem Team hat eine Videokamera und filmt jeden Schritt, was die anderen machen. Und ich meine Damit wirklich jeden Schritt. Also steigen die 4 in das Flugzeug und fliegen weg. Und das ist auch das letzte was man von ihnen weiß.

6 Monate später. Man hat inzwischen schon seit 6 Monaten nichts mehr von den 4 Reporten gehört. Deshalb macht sich ein kleines Rettungsteam auf den Weg um nach den verschollenen zu suchen. Unterwegs habe sie ein paar Auseinandersetzungen mit den Eingeborenen. Als die Eingeborenen merken, dass das Rettungsteam friedlich ist, kommt man mit einander mehr oder weniger ins Gespräch. Man stellt fest, dass die Eingeborenen eigentlich ziemlich freundlich gegenüber fremden sind. Es gibt aber immer noch keine Spur von den Reportern. Am nächsten Tag findet aber einer aus dem Rettungsteam einen Haufen Knochen und Schädel und irgendwo dazwischen eine Videokamera.

Wieder zurück in der Zivilisation. Die Reporter sind tot, aber man ist ganz wild darauf, was sie gefilmt haben. Und zwar so wild, dass man es gleich im Free TV senden will, ohne den Streifen vorher anzuschauen. Einer der Angestellten kann es nicht lassen, er muss den Film anschauen. Was er aber darauf sieht, wird er wohl nie wieder vergessen. Achtung bei dem nächsten Absatz wird der Hauptteil im Film verraten. Also an alle die, die den Film noch nicht kennen, jetzt nicht mehr weiterlesen, weil ab jetzt das Videoband der 4 Reporter beschrieben wird.

Also die Reporter gehen in den Dschungel um die Kannibalen zu filmen. Natürlich machen sie auch unterwegs Blödsinn mit der Videokamera. Im Kannibalendorf angekommen, müssen sie feststellen, dass die Kannibalen gar nicht so aggressiv und unfreundlich sind wie erwartet. So ein Pech für die Reporter, denn dann wird das mit der Reportage über aggressive Kannibalen auch nichts. Also beschließt man einen angriff eines anderen Stammes zu simulieren und natürlich alles zu Filmen. Dabei benehmen sich die Reporter wie die letzten Dreckschweine! Entschuldigung für die Wortwahl, aber glaubt mir es stimmt! Bei der Prozedur wird das Dorf abgefackelt, ein paar Frauen vergewaltigt und ein paar Kannibalen getötet. Irgendwann reicht es den Kannibalen dann und sie schlagen grausam zurück.

So ab hier kann jeder wieder weiterlesen!

Wie oben schon gesagt ist „Cannibal Holocaust“ ein weltbekannter Film, vor allem bei den Kritikern. Er ist wohl der schockierendste Film der je gedreht worden ist und das macht ihn weltbekannt. Und vor allem auch deswegen, weil er in über 50 Ländern verboten ist. Durch diese ganzen Titel, die der Film mit sich schleift werden Leute wie ich doch recht neugierig und holen sich den Film. Ich kann gleich sagen! Die eine hassen ihn, die anderen finden ihn sehr gut! Ich schließe mich denen an, die ihn sehr gut finden! Aber was ist an dem Film so schlimm? Ich versuche ihn jetzt einfach mal objektiv zu betrachten.

Ich würde sagen, der Film ist in zwei Hälften aufgeteilt. In den ersten 5 Minuten erfahren wir etwas über die 4 Reporter, wie sie aus Afrika kommen, sich auf den Weg in den Dschungel machen und dann für 6 Monate verschwinden. Sonst sehen wir in den ersten 45 Minuten eigentlich nur wie das Rettungsteam die 4 vermissten sucht und schließlich den Film finden. Man kann sagen die ersten 45 Minuten kommen wie ein Abendteuerfilm rüber. Ganz anders wird es aber in der zweiten Hälfte des Films! In den zweiten 45 Minuten wird nämlich das aufgenommene Videoband der Reporter angeschaut. Und hier sehen wir eine Grausamkeit nach der anderen. Und zwar können wir hier miterleben, wie sich die Reporter aufführen nur um eine Story zu bekommen. Aber die Kannibalen kapieren schnell worum es geht und schlagen grausam zurück.

Der Film baut eine sehr gute Atmosphäre auf. Das liegt vor allem daran, dass in der zweiten Hälfte alles so leicht wie ein Amateurvideo rüberkommt. Blairwitch Projekt lässt grüßen *gg*! Ich meine damit, dass manchmal die Kamera wackelt oder kurz ausfällt, und und und. Das alles kommt sehr gut rüber, so dass man das Gefühl bekommt man sein dabei. Der Film hat aber auch ein paar ziemlich eklige Szenen auf die ihn kurz eingehen möchte. Nach ungefähr 20 Minuten wird eine Frau der Eingeborenen auf die Rituelle Art und Weise bestraft, weil sie Ehebruch begannen hat. Sie bekommt einen Holzpenis unten reingerammt und zusätzlich Schlamm mit Dornen. Danach wird sie mit dem Holzpenis erschlagen. Kommt ziemlich krass rüber. Dann wird eine anderen Frau auf einen Holzpfahl aufgespießt. Und zwar dringt der Pfahl in ihrem Geschlechtsteil ein und kommt am Mund wieder raus. Dann wird einem Mann der Penis abgeschnitten und gegessen. Danach wird er geköpft und in zwei Teile gehackt, woraufhin die Eingeborenen die ganzen Gedärme rausholen und damit spielen. Außerdem wird einer schwangern Frau den Fötus rausgerissen und im Schlamm vergraben. Neben ein paar Vergewaltigungen gibt es aber noch mehr Goreszenen.

Neben all der Splatterszenen, die echt gut gelungen sind, bringt der Film auch noch eine richtige Botschaft mit sich. Und zwar sollte sich jeder nach dem Film mal eines überlegen: Wer sind eigentlich die Kannibalen? Die oder wir selber?
Man kann nämlich richtig beobachten, wie sich die zivilisierten Menschen benehmen, wenn es keine Gesetze gibt. Die 4 Reporter denken einfach. Hier im Dschungel können wir machen was wir wollen, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Der Film soll deshalb eine Art Gesellschaftskritik darstellen. Von vielen wird die Gesellschaftskritik gar nicht gesehen und der Film wird als Schund abgestempelt. Deshalb gilt, wenn ihr „Cannibal Holocaust“ anschaut, dann das Hirn bitte nicht ganz ausschalten!

Ein sehr dicker Kontrapunkt bekommt der Film von mir aber. Und zwar die Tiersnuffszenen. Leider ist es wahr! In „Cannibal Holocaust“ mussten leider bei den Dreharbeiten echte Tiere sterben. Meine Meinung nach eine Riesen Schweinerei, die niemand sehen will. Der Regisseur ist deshalb auch vor Gericht gekommen und bekam ein Jahr Drehverbot. Eigentlich würde ich dem Film 9 Punkte geben, aber aufgrund der Tiersnuffszenen bekommt er nur 8!

Sonst aber ist „Cannibal Holocaust“ ein sehr gelungener Film, der gleichzeitig ein kleines Meisterwerk ist. Die Story von dem Film ist wirklich sehr gut durchdacht und die Schauspieler wirken sehr überzeugend. Außerdem ist wie oben schon erwähnt die Atmosphäre einfach genial! Nur die Tiersnuffszenen ziehen den Film ziemlich runter! Ich denke sonst ist der Film recht gelungen und auch weiter zu empfehlen. Aber nur an die richtigen Leute! Der Film ist wirklich sehr hart und es könnte sein, dass jemand der nicht soviel verträgt ziemlich schockiert sein kann nach dem Film. Deshalb meine ich nehmt die Warnungen war, die auf allen Hüllen der Videokassetten und DVD’s steht. Ich kann euch nur raten, überlegt es euch zweimal ob ihr den Film anschaut, denn nicht um sonst ist der Film in über 50 Ländern weltweit verboten und wird als krassester Film aller Zeiten gesehen!


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