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Vertical Limit (2000)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 05.11.2003, seitdem 804 Mal gelesen



Bergsteigen ist eh ein Sport für Ausgeflippt und andere Leute, die ihre Grenzen suchen, da kann man seit Luis Trenker prima Filme draus machen.
Warum also nicht mal Katastrophenaction auf dem K2, dem zweithöchsten, dafür aber in punkto Gefährlichkeit führenden Berg, der in der Welt, speziell in Pakistan, rumsteht.

Leider trägt dieser mächtig schicke Streifen seine Hirnlosigkeit im Drehbuch mit sich herum, nämlich genau an der Stelle, wo Chris O’Donnell nach Freiwilligen für die Rettungsaktion fragt und die sich breit machende Nicht-Begeisterung in der Erklärung gipfelt, dass es Wahnsinn sei, sechs Mann zu riskieren, um in einer Eishölle drei zu retten, deren Chancen eh schlecht stehen.
Aber in Hollywood werden noch ganze Kerle gemacht und deswegen finden sich sechs, die den Berg mutigst angehen, ein Nitro-Derivat im Handgepäck.
Und, was soll ich sagen, vier davon gehen tatsächlich drauf, und die verbleibenden zwei retten dann auch genau eine der drei Verschütteten, ganz strahlemannlike für das Happy End. Das nennt man dann einen blöden Plot...

Was jetzt nicht heißen soll, dass der Film total schrecklich wäre, im Gegenteil, er ist handwerklich flott gemacht, hat ein paar herausragende Sequenzen und bietet ein Sammelsurium von gefahrvollen Situationen und netten Pappdeckelcharakteren der witzigen Sorte, die natürlich alle sterben müssen, damit das dröge Geschwisterpärchen heil vom Berg kommt.

Wer will, kann sich also an einem komplett beknackten Bruderduo ergötzen, an einem besorgten Pakistan (Dr.Bashir, nehme ich an...) oder an Scott Glenn, der zunächst aussieht wie Yogi-Bär, als er im Zelt „Um mani padme humm...“ faselt. Später sucht er seine tote Frau und findet sch frisch gefroren an der Felswand um die Ecke, weswegen er sich beim Showdown, welcher der Eröffnungsszene/Eröffnungskatastrophe gleicht, welche wiederum der Eröffnungsszene von „Cliffhanger“ gleicht, dann auch zum Wohle aller opfern darf.

Bill Paxton gibt den Bösling, über den man den halben Film raten darf, ob er nicht doch brauchbar ist, bis er allen Kredit verspielt, indem er Nicholas Lea (alias Agent Krycek aus Akte X) den Hahn abdreht, weil der eh nicht zu retten ist. Soviel zu Subtilität und Raffinesse.

Wem also zentnerschwere Klischees nichts ausmachen, hat eine schöne, kurzweilige Zeit, alle anderen dürfen mit Fug und Recht das Haupt in den Händen verbergen. Oder beides gleichzeitig. (5/10)


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