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Maverick (1994)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 18.11.2003, seitdem 1346 Mal gelesen



Western haben es heutzutage schon schwer genug, da ist die Verbindung mit Comedy geradezu eine Gradwanderung. Außer natürlich, dein Stoff basiert auf einer alten TV-Serie, dein Star heißt Mel Gibson, seine Begleitung Jodie Foster und der Regisseur Richard Donner, der sich mit seinem Star schon durch drei Lethal Weapon-Filme geprügelt hatte.

Und so kam ein ausgelassener Spaß um Betrüger, Zocker und Betrogene heraus, in dem von der ersten Minute bis zur letzten einer den anderen bescheißt, daß es nur so eine Freude ist. Foster versucht beständig, Gibson auszunehmen, der durchkreuzt das wieder, während er bemüht ist, alte Schulden bei Freunden einzutreiben, die ihn zwar mögen, aber nach Möglichkeit doch betrügen.
Ziel des Ganzen ist eine Pokermeisterschaft auf einem Raddampfer, bei der es um eine halbe Million Dollar geht und Betrügen verboten ist, aber natürlich alle von hinten bis vorne, jeder intrigiert, trickst oder zinkt.

Die Story ist ein wahrer Genuß, wenn auch nicht sonderlich kompliziert, eher eine Aneinanderreihung von Episoden, die die Charaktere zusammen- und wieder auseinanderführt, eine Perlenkette von kleinen, netten Events, die mal mehr und mal weniger zünden. Der Original-Maverick James Garner gibt dabei in allen seinen Szenen Gibson richtig Saures, ehe sich in den Schlußszenen eine zwar vermutbare, aber dennoch bombige Pointe einstellt.

Gibson ist hundertpro in seinem Element und Foster spielt so erfrischend gegen den Strich, daß man sie einfach lieben muß. Alfred Molina ist ein fieses Leckerli, während Garner und James Coburn top in ihre Rollen passen. Den Vogel schießt allerdings Graham Greene ab, der sich sarkastisch über den Dauerumzug seines Stammes äußert und einen russischen Grafen und einen Siedlertreck veralbert, weil die Indianerriten inzwischen zum Klischee verkommen sind. Besonders hübsch ist ein frühes Gastcameo vom Lethal-Weapon-Veteran Danny Glover, bei dem dieser und Gibson sich für einen Moment irgendwie bekannt vorkommen.

Ansonsten mischen sich Klassik und Moderne, eine wildgewordene Postkutsche bringt eine Reprise aus „Stagecoach“, die Dialoge gemahnen an Lethal Weapon, es wird gealbert und geprügelt und hin und wieder wird auch einer umgelegt. Leider kommt das zünftige Kartenspiel an sich zu kurz. Obwohl das letzte Spiel durchaus spannend ist und überraschend gelöst wird, kommt es einfach zu schnell, wo andere die Spannung noch besser herausgekitzelt haben.

Leider streckt sich das Ende dann doch zu sehr in alle Richtungen, häuft einen Clou auf den nächsten und macht doch Lust auf eine Fortsetzung, zu der es nie kam. Trotzdem sicherlich einer der vergnüglichsten Western überhaupt, der sich und den Westen aus Filmen nie zu ernst nimmt. (8/10)


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