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Godzilla - Der Drache aus dem Dschungel (1966)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 16.10.2007, seitdem 641 Mal gelesen



Ach du heilige Hirnschmelze! Manche Keiju Eiga-("große, trashige Monster"-Monstermovies)Streifen sind einfach nur richtig bescheuert und wirken durch die fremde Symbolik einer anderen Kultur oft etwas lächerlich für "unsere" Augen (Mothra!). "Dragonwars", "Godzilla - Der Drache aus dem Dschungel", oder wie der Film auch immer heißt, führt dieses "Konzept" auf die Spitze.

"Nein, nicht schießen, manche Eingeborenenstämme sind sogar ganz friedlich."

Erstmal gibt es einen kleinen Rückblick, denn hier handelt es sich ja eigentlich um "Gamera" Teil 2, also schnell Monster beim Radau machen zeigen, ab in Raumschiff, welches zum Mars geschossen wird, aber auf dem Weg dahin leider mit nem Kometen kollidiert = Gamera ist wieder frei. In der Synchrofassung aber "Barugon" genannt. Warum auch immer.
Der ist angepisst, macht einen Staudamm alle, warum? Das weiß nur die allwissende Erzählerstimme die hallend aus dem Hintergrund verkündet, dass "Barugon" von mächtiger Energie angelockt wird. Na dann.
Auftakt der menschlichen Akteure in diesem kosmischen Drama: Ein paar "alte Kumpels" wollen eine Expedition machen, da der große Bruder des Helden auf irgend einer Insel einen verdammt großen Kristall gefunden und wieder versteckt hat, der soll nun natürlich zwecks Mammon wiederbeschafft werden.
Kaum ist der Held in Takatukaland und redet mit ein paar netten Eingeborenen (die er noch zwei Minuten vorher eiskalt über den Haufen knallen wollte, denn, schon klar, sind ja "Wilde").
Er wird von einem "alten Kumpel" (nein, im Gegensatz zu "Onkel" ist das kein normaler, japanischer "Ehrentitel") hintergangen der das Ei mopst, ein Anderer lässt sehr lustig sein leben durch einen Skorpion, obwohl er sich vorher so schön gefreut hatte über den neuen Reichtum.

Damit sind wir auch wieder beim Monster-Mash, denn der Kristall war ein Ei, dass der Trottel-Bösewicht natürlich mit Rotlicht bestrahlt = schneller Wachstum und ein neues Monster: Gotschilla!

Ja, ihr habt euch nicht verhört: Gotschilla! Anscheinend hatte man nicht die Rechte an "Big G", also haben sich die findigen, deutschen Synchrostudios ihren eigenen "Gotschilla" erfunden. So einfach kann die Welt doch manchmal sein.
Das Tierchen hat dann auch ne Faust-Zunge, Kältespray und Regenbogen-Laser (kein Scheiß!) und heizt, bzw. friert erstmal "Barugon" ein, damit die menschlichen Dösköppe auch mal dran kommen. Die versuchen dann das Viech zu ersäufen (O-Ton), da es nicht im Wasser existieren kann (ist zwar vom Schiff aus durch das Wasser an Land gekommen, aber ok, da war es halt "ziemlich flach"; O-Ton).

Nach einigen unglaublich dilletantischen Monster-Kill-Versuchen kommt "Barugon" wieder ins Spiel und die finale Schlacht gegen "Gotschilla" (ich glaub grad nicht das ich das schreib) kann beginnen!

"Ein Fluch lastet auf diesem Ort, geht dort nicht hin!" -"Ach, dass ist doch nur abergläubisches Eingeborenengeschwätz!"

Ach du lieber Himmel! Was geht denn hier ab? Selten zuvor oder danach gab es soviel "Blödsinn" gesammelt in einem Streifen. Von der lachhaften "Ufo-Gamera"-Fortbewegungsart (muss man gesehen haben!) über die typisch overactenden "Schauspielern" bis hin zu den, vielleicht sogar auf dem Mist der deutschen Synchronisation gewachsenen Dialoge. Ein herrlicher Quatsch.

Wer mal wieder wie ein unglaubiges Kind über die Sachen staunen will, die sich da in der Flimmerkiste abspielen, dem sei ein Griff zu "Dragonwars" geraten. Purer, infantiler Spaß der Extraklasse, mitsamt Gummi-Monstern (in schlechten! Kostümen), Explosionen (Okinawa ade!) und Autos, die natürlich in der falschen Situation nicht anspringen wollen.

Die DVD von MIB liefert passend müllig dazu die an Handlung geschnittene (oh man, mehr "Handlung" hätte ich auch nicht mehr ausgehalten, hehe) deutsche Kinofassung in ordentlicher Quali, aber leider nicht dem richtigen Format, letzteres fällt aber glücklicherweise nicht allzu oft störend auf. Zusätzlich gibts auf dem Cover "Godzilla"(!) noch und nöcher, obwohl der im Film selbst natürlich gar nicht auftritt. Aber schön zu sehen, dass die "Publikums-Verarsche", was den Titel angeht, bereits bis zur damaligen Kinoaufführung erstreckt. Da wäre es ja schon fast schade gewesen, wenn diese Trash-Perle eine "seriöse" Aufmachung erhalten hätte.

Für Gaga-Film-Freunde, Keija-Eiga-Fanatics und natürlich Trash-Fans im Allgemeinen sei absolut zu diesem Streifen geraten. Da kommt man aus dem Staunen kaum mehr raus!


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