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Godzilla - Der Drache aus dem Dschungel (1966)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 30.03.2008, seitdem 1274 Mal gelesen



Nachdem ein paar Haudegen einen mächtigen Opal aus der Höhle einer Südseeinsel entwendeten, schlüpft aus dem Edelstein eine riesige Echse, die Japan bedroht, doch auch die Riesenschildkröte Gamera ist in der Nähe und so kommt es zum Duell der beiden Monster.

Tja, Gamera hats nicht leicht in Deutschland, dafür ist die Auswertung von "Godzilla - Der Drache aus dem Dschungel" das beste Beispiel. Okay, als Gamera-Interessierter kann man schon froh sein, dass der Film überhaupt seinen Weg zu einer deutschen Sprachfassung gefunden hat, womit er einer von lediglich vier Gameras ist (von insgesamt 12 Filmen mit der Riesenschildkröte), aber die Synchronisation verheimlicht uns den wahren Namen des Panzertieres. So wurde bei uns einfach mal Gamera umbenannt in Barugon und Barugon wird frecherweise als Godzilla bezeichnet. Das ist verwirrend und ich werde im Folgenden nur die richtigen Namen verwenden.
Die Geschichte setzt dort an, wo "Gamera" endete. Dort wurde Gamera mit einer Rakete Richtung Mars geschossen, doch nun zeigt sich, dass es zu einer Kollision mit einem Meteor kam und so konnte die Schildkröte wieder zur Erde fliegen, wo sie erneut für Zerstörung sorgt. Zudem wird die Geschichte von drei Männern erzählt, die zu einer Insel reisen, um dort in einer Höhle einen riesigen Opal zu bergen, aber einer der Suchenden und Findenden hat es nicht so mit der Kameradschaft und haut mit dem Stein alleine ab und durch einen Zufall (Bestrahlung mit Infrarotlicht) schlüpft bei der Heimschifffahrt aus dem Stein die Echse Barugon, die ebenfalls Japan bedroht. Tja, und da in diesem Film mal keine Kinder eine Rolle spielen, gibt es als menschliche Hauptfigur den Mann, der in der Höhle von dem Verräter und Opaldieb zurückgelassen wurde, sich in eine Eingeborene verliebt, mit dieser zusammen nach Japan reist, um dort seinen Fehler auszubügeln und die Monstergefahr zu beseitigen.
Die Geschichte weist kaum Längen auf und wird recht flott erzählt. Durch die Mischung aus Inselabenteuer- und Monsterkrawall herrscht ordentlich Abwechslung.
Höhepunkt des Films dürfte das Monster Barugon sein, welches vielseitige Aktionen bereithält und ein würdiger Gegner für Gamera ist. So kann der drachenartige Vierbeiner neben den üblichen Sprung-, Hau- und Schwanzaktionen seine Zunge wie einen Rammbock nach vorne schnellen lassen, zudem mit dieser Eis verprühen und über die Rückenzacken einen Regenbogen aussenden, an dessen Ende allerdings kein Topf Gold zu finden ist, sondern gewaltige Zerstörungskraft.
Sehr interessant ist es, wie die Menschen immer wieder Versuchen, dieses Monster auszuschalten u.a. mit einem Spiegel, der den Regenbogen reflektieren oder mit einem Riesendiamanten, der das Vieh in den Wassertod locken soll.
Klasse sind auch die Kämpfe zwischen den beiden Monstern, denn beide haben sowohl Stärken als auch Schwächen. Gamera liebt die Hitze, was Barugon mit seinem Eisstrahl nutzt, um die Kröte einzufrieren und Barugon wiederum verträgt kein Wasser, was zu künstlichem Regen seitens der Menschen und einem unfairen H2O-Duell der beiden Wesen führt.
Umgesetzt wurde das ganze in gewohnter Kaiju Eiga Manier, sprich Männer in Gummikostümen zerstören Miniaturbauten, machen Spielzeugpanzer kaputt und prügeln sich durch künstliche Landschaften. Und das wurde mehr als ordentlich in Szene gesetzt und braucht einen Vergleich mit den ersten Duellen Godzillas nicht zu fürchten.

Insgesamt ist "Godzilla - Der Drache aus dem Dschungel" ein spaßiger und kurzweiliger zweiter Auftritt von Gamera, wobei der Film mit einem sehr unterhaltsamen Gegner aufwartet und Freunde von Trash und Japanmonstern bestens auf ihre Kosten kommen.


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