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Weltraum-Bestien (1957)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 08.08.2013, seitdem 384 Mal gelesen



3 Jahre nachdem Honda das bekanntester aller Daikaiju Monster, Godzilla, auf die Menschheit los lies, bescherte er uns mit Weltraum-Bestien (aka the Mysterians aka ChikyĂ» BĂŽeigun) einen Film der so ganz ohne Monster auskommt, dafĂŒr aber seinen Schwerpunkt auf das Sci-Fi Genre legt. Kann der Film mit seinen anderen Werken mithalten und was viel wichtiger, lohnt sich die Anschaffung des Films?

Erdbeben, WaldbrĂ€nde und andere merkwĂŒrdige Ereignisse erschĂŒttern die Erde. Wer ist dafĂŒr verantwortlich und wieso trifft es die Erde? Die Menschheit ist ratlos. Die Verantwortlichen sind nĂ€mlich die Außerirdischen, welche sich selbst als Mysterianer bezeichnen. Sie wollen auf der Erde eine Basis aufbauen und verlangen von der Regierung zudem noch, dass sie sich mit 5 Frauen der Erde fortpflanzen können, da ihre eigenen Frauen mit Strontium 90 verseucht sind und somit nur missgebildete Kinder bekommen können. Doch das lĂ€sst die Menschheit nicht mit sich machen und so beginnt der Kampf gegen die Weltraum-Bestien!

Die Geschichte der Weltraum-Bestien ist eigentlich nicht der Rede wert. Und sie spielt Gott sei Dank auch keine große Rolle, sie ist vielmehr nur ein AufhĂ€nger um dieses Sci-Fi Feuerwerk in Fahrt zu bringen. Die ganze Zeit ĂŒber passiert immer irgendwas ohne dass der Film dabei langweilig wird. Gleich zu Beginn bekommt man sogar eine kleine Hommage an das Kaiju Genre prĂ€sentiert, als die Mysterianer einen Riesenroboter auf die Menschheit los lassen. Etwas schade ist, dass das der einzige Roboter bleibt. Hier wĂ€re sicherlich noch mehr möglich gewesen, wie zum Beispiel ein Monster welches von den Mysterianern gesteuert wird, aber gut der Film will eben kein zweiter Godzilla sein und das ist ja auch gut so. DafĂŒr bekommt man eben einen Sci-Fi Film der alles bietet, was man sich eben wĂŒnscht. Außerirdische, Laser, Roboter und viel Action.

Die Schauspieler machen alle einen sehr ordentlichen bis guten Job. Besonders das Oberhaupt der Mysterianer wirkt richtig schön verrĂŒckt und abgedreht, wie man sich einen Außerirdischen eben vorstellt. Bei der Kamera geht man einen Ă€hnlichen Weg, wie schon bei Godzilla. Alles recht ordentlich gefilmt, wenn auch manche Szenen ein wenig mehr FeingefĂŒhl bieten, andere wiederrum wirken etwas billig, wenn zum Beispiel eine Reihe Panzer gezeigt werden, hakelt das Bild ein wenig hinter her. Wenn man sich allerdings vor Augen hĂ€lt das der Film bereits 56 Jahre alt ist, wecken solche kleinen Makel eben doch einen gewissen Charme.

Die Musik ist typisches spÀt 50er Sci-Fi Gedudel, es passt super zum Gezeigten aber kann leider nicht im Kopf bleiben. Das ist besonders verwunderlich wenn man bedenkt das auch hier Akira Ifukube den Score gemacht hat. Wie gesagt der Score ist nicht schlecht oder schwach aber eben einfach nicht so herausragend und prÀgnant wie bei Godzilla. Auch die AtmosphÀre kann nicht mit der von Godzilla mithalten, der Film will das aber eben auch gar nicht. Man merkt direkt das es hier eher darum geht einen unterhaltsamen und vor allem leichten Film zu machen, der nach 80 Minuten zu Ende ist und in der Zeit einfach nur unterhÀlt. Die Erwartungen sollten daher ganz anders sein, als bei anderen Honda Werken.

Die Effekte sind allesamt sehr gut, auch wenn sie in der heutigen Zeit mehr als billig wirken. Besonders die Laserstrahlen, welche hier exzessiv vom Roboter, von den Außerirdischen und auch von den Menschen benutzt werden, wirken heutzutage schon fast lĂ€cherlich. Aber mit diesen Erwartungen sollte man eben auch an den Film ran gehen. Er hat seinen ganz eigenen, unterhaltsamen Charme den man mag oder eben nicht. Auch sonst bekommt man hier viele Explosionen und Feuer zu Gesicht, die zwar manchmal etwas weniger gut aussehen aber wie schon so oft gesagt, es passt einfach zum Film.

Shock bringt den Film nun erstmals in deutschland als Heimkino Release auf den Markt. Die DVD bietet den Film in einer hervorragenden BildqualitĂ€t, was wenn man sich mal das Alter des Films vor Augen hĂ€lt sehr lobenswert ist. Zudem kommt das Bild fast ohne Fehler im Material aus. Der deutsche Ton hört sich von der Synchro her super an, leider ist er aber ein wenig verrauscht, was allerdings nur in den leisen Passagen wirklich auffĂ€llt. Im Internet wurden inzwischen Stimmen laut, dass der Film geschnitten sei. Da es noch keinen Schnittbericht gibt, sollte man wohl eher abwarten ob sich das Label dazu noch Ă€ußert. Im Film selber fĂ€llt einem auf jeden Fall kein Schnitt auf, wenn man den Film vorher nicht gesehen hat und vermissen dĂŒrfte man auch nichts, da die Story auch so ohne weiteres einen Sinn ergibt. Ansonsten bietet die Veröffentlichung noch 13 Posterkarten, welche doppelseitig bedruckt sind und Nachdrucke der Original Aushangfotos darstellen. FĂŒr Fans und Sammler auf jeden Fall eine tolle Dreingabe. ZusĂ€tzlich befindet sich noch der Original Trailer des Films, sowie eine Trailershow an Board.

Fazit: Ein interessanter Sci-Fi Film vom Godzillameister Honda, den man sich auf jeden Fall mal anschauen kann. Unterhaltsam, spaßig und kurzweilig. FĂŒr Fans von Sci-Fi Filmen der spĂ€ten 50er ein absoluter Geheimtipp, alle anderen, die offen fĂŒr neues sind werden hier ihren Spaß haben.


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