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Godzillas Todespranke (1967)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 3 / 10)
eingetragen am 06.12.2009, seitdem 342 Mal gelesen



Was für ein Murks, den man uns hier aus koreanischer Filmschmiede für einen Godzilla-Verschnitt aufgesetzt hat. Und das sage ich als jemand, der Trash á Godzilla keinesfalls abgeneigt ist!

Wie so oft macht man einen Bombentest. Auf einmal jedoch entsteht ein Erdbeben, das Zentrum jedoch ist in Bewegung und voll und ganz auf die Stadt zu! Kurz davor entsteigt ein riesiges Ungeheuer, Yongary. Das Militär scheint machtlos gegen das Monster zu sein, doch gänzlich unverwundbar ist es nicht...

Gerade einmal 65 Minuten läuft der Film und schon kurz nach Beginn des Films erwartet man das Ende. Was ganz anfänglich wirklich noch recht sauber anfängt, steigert sich in eine Reihe von Abstrusitäten und Logiklöchern, die mindestens genauso groß sind wie Yongary selbst. Hier wurde fein sauber von Godzilla abgekupfert wo es nur ging. Angefangen mit dem Bombentest, der uns sagen soll: keine Waffentests, nirgendswo. Denn überall lauern bösartige Monster, die nur darauf warten, durch sie geweckt zu werden und den Menschen eins auszuwischen. Weiter im Text mit der ebenfalls üblichen (Modellbau-)Stadtterstörung und den ganzem Pipapo. Das Militär ist machtlos, lediglich irgendeine x-beliebige Wunderwaffe scheint gegen das Monstrum wirksam zu sein.

Zur Optik des Films: das vermeintlich Tolle des Films ist, dass man hier wieder jemanden in einen Gummianzug steckte und ihn dann durch die Miniaturbaustädte laufen ließ, als wären sie aus Plastik. Explosionen und Zerstörungen inkl. Nur leider möchte man hier nicht so ganz, im Gegensatz zu den Godzilla-Filmen, wirklich mit der Situation warm werden. Zu schlecht gemacht ist das alles aus heutiger Sicht. Man sieht sogar in mehreren Szenen den Schlauch, der sich in Yongarys Maul befindet und aus welchem Flammen schießen. Die Städte nimmt man leider auch nicht als solche wahr sondern registriert auch als Laie, dass das nur billige Kleinnachbauten sind. Am witzigsten sind dann ja noch jene Szenen in den Flugzeugen gegen Ende, die ihn abschießen, in einer beispielsweise sitzt ein Mann im fliegenden Flugzeug, jedoch sieht man durch den Hintergrund, welcher sich seltsamerweise nicht bewegt, dass er still steht. Sowas Dummes aber auch.

Was mich ganz gewaltig genervt hat war der Score. Was bei Godzilla wirklich noch bedrohlich und atmosphärisch klang, hat hier den letzten Moment zerstört. Dafür gibt es umso mehr Düsternis im Film, was dem Ganzen dann optisch gesehen wiederum einen gewissen tollen Touch verleiht.

Für das ganze Monstergestapfe und die einigermaßen ausreichenden Ansätze gibt es noch 3/10 Gnadenpunkte. Insgesamt leidet der Film sehr stark an seiner Machart, dem Alter und vielen dämlichen Szenen. Allerhöchstens für Komplettisten oder Fans des schlechten Geschmacks ertragbar. Wobei selbst ich als Trashfilmliebhaber so meine Probleme hatte, einigermaßen Gefallen am Film zu finden...


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