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Godzilla kehrt zurück (1955)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 09.03.2011, seitdem 625 Mal gelesen



Aufgrund des Erfolges von "Godzilla" war eine Fortsetzung vorprogrammiert. Diese ließ auch nicht lange auf sich warten. Gerade mal sechs Monate später kam "Godzilla kehrt zurück" ins Kino. In diesem Teil gibt es dafür auch gleich zwei Monstren, da neben Godzilla auch noch Anguirus (oder auch "Angilas") für Zerstörung sorgt. Beide werden von zwei Piloten auf einer Insel entdeckt und es kommt wie es kommen muss...

Diesmal gibt es also nicht nur Mensch vs. Monster zu sehen, sondern auch Klopperei der Giganten untereinander. Größer ist aber nicht gleich besser. Auffällig ist hier, dass die Fortsetzung sich nicht mehr so ernst und düster gibt wie das Original und auch der gesellschaftskritische Unterton nicht vorhanden ist. Dazu kommt, dass das Zwischenmenschliche recht uninteressant geraten ist; es passiert kaum etwas Wichtiges. Auch die Monsterkämpfe, diesmal darf übrigens Osaka dran glauben, sind in gewisser Weise enttäuschend. Und dies liegt hauptsächlich daran, dass sie in normaler Geschwindigkeit ablaufen. Das nimmt den Kämpfen buchstäblich die Größe und das Wuchtige. Ein kapitaler Fehler. Dabei ist die handgemachte Umgebung wieder schön in Szene gesetzt (bzw. auseinandergenommen) und der Kampf in der Stadt auch schön choreographiert. Nur wirkt er in dieser Geschwindigkeit einfach nicht.
Auch sieht Godzilla selber etwas anders aus, was keine Verbesserung darstellt. In der Reihe der Godzillafilme ändert die Echse ja immer wieder ihr Design. Im vorliegenden Fall bekommt man aber keines der Besseren zu sehen. Anguirus erster Auftritt kann sich aber sehen lassen; er stapft schon fast niedlich durch die Landschaft.

Der Storyverlauf selber ist nicht besonders spannend inszeniert und bremst sich selbst gerne immer wieder aus, was einerseits an dem erwähnten uninteressanten 'Menschenplot" liegt. Weiterhin will auch zum Ende hin keine Spannung aufkommen; zu langgezogen wirkt der Versuch Godzilla in seine eisigen Schranken zu weisen. Was, bedenkt man seine Fähigkeiten, ihn eigentlich auch gar nicht aufhalten dürfte.

Auch hier existieren wieder verscheidene Fassungen. Allerdings sind die Unterschiede hier bei weitem nicht so groß wie beim ersten Film (ca. 1 Minute). Trotzdem sollte man wieder, um ihn komplet zu sehen, zur japanischen Kinoversion greifen.

Fazit:
Eine schnell hinterhergeschobene, an inhaltlichen wie auch technischen Mängeln leidende Fortsetzung, die man sich der Vollständigkeit wegen ansehen kann. In den folgenden Jahren sollte es aber wieder bessere Godzillafilme geben, die sich allerdings auch komplett von der ernsthaften Erstverfilmung lossagten.


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