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Watchers (1988)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 4 / 10)
eingetragen am 01.11.2004, seitdem 496 Mal gelesen



Aus einem geheimen Forschungslabor entkommen bei einer Explosion zwei Versuchstiere, die als Kriegswaffe entwickelt wurden. Ein sogenannter Oxcom, ein genetisch hochgezĂŒchtetes Monster, das einem Hund folgt, der mit menschlichen Zellen versehen hochintelligent ist. Als der Hund beim jungen Travis auftaucht, der ihn gegen den Willen seiner Mutter bei sich aufnimmt, ahnt er noch nicht, dass der Oxcom nur ein Ziel verfolgt und zwar den Hund aufzuspĂŒren und diesen, sowie alle weiteren Lebewesen in seiner NĂ€he zu töten. Bereits nach kurzer Zeit zieht das monströse UngetĂŒm eine blutige Spur hinter sich her, doch das ist kein Grund fĂŒr die All-American-Family zu verzagen. Warum Travis' Mutter plötzlich so viel VerstĂ€ndnis dafĂŒr hat, lieber mit dem Hund vor der Nationalen Sicherheit und der Polizei zu fliehen, bleibt wohl ein Geheimnis. Doch es soll noch besser kommen, denn wenn Supermutti mit PfennigabsĂ€tzen vom Dach springt um den Flucht-LKW vorzufahren oder sich Sohnemann in ein Armeehemd schwingt und anfĂ€ngt, Bomben zur Verteidigung zu basteln. SpĂ€testens dann ist es gewiss, das Roger Corman auch diesen Monstertrash produzierte, das Zottelviech in seinem affigen KostĂŒm spricht da BĂ€nde. Immerhin mag es, den Menschen die Augen herauszureissen oder den Kopf zu entfernen, richtige Splatterszenen fehlen jedoch, da nie ersichtlich wird, wie oder warum die Augen denn im Kopf stören. TiefschĂŒrfend wird es zu keinem Zeitpunkt, da verschenkt Jon Hess zu viel Potential, wie den interessanten Ansatz der beiden telephatisch verbundenen Tiere zueinander. So ist der Golden Retriever immerhin noch fĂŒr so allerlei putzige und auch rĂŒhrselige Jugendfilmszenen geeignet, passend dazu geben sich die zweitklassigen Schauspieler die Dusseligkeitsklinke in die Hand. Michael Ironside ist von weitem als staatlich engagierter Bösewicht auszumachen, Jason Priestley in einer kleinen Nebenrolle ist hier noch als Teenie zu sehen. Die Handlung ist insgesamt fĂŒr die Verfilmung eines Romans (von Dean R. Koontz) ganz schön dĂŒnn geraten, obwohl genau dort die StĂ€rken gelegen hĂ€tten. Stattdessen wird dieser B-Movie mit mittelmĂ€ĂŸigen Auseinandersetzungen und der immer wieder aufgebrĂŒhten 08/15 MentalitĂ€t prĂ€sentiert, mit der ein Teenie (der immer ĂŒberzeugter NichtjĂ€ger war) das gefĂ€hrlichste Wesen des Planeten unschĂ€dlich macht. Weder der aufgebrachte Sheriff schafft das, noch die mit Böse-Sein viel zu beschĂ€ftigten N.S.O.-Agenten. Mit Überraschungen kann man nicht rechnen, lediglich der Unterhaltungswert fĂŒr anspruchslose anderthalb Stunden mit ein bisschen Blut geht in Ordnung, mehr jedoch nicht.

Fazit: Hier wurde das Potential der Vorlage verschenkt und statt dessen ein ĂŒblicher Monster-Thriller mit allen Klischees runtergekurbelt. Der hat zwar keine große LĂ€ngen, aber auch keine mitreißenden StĂ€rken. 4/10 Punkten


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