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Watchers (1988)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 03.12.2004, seitdem 1139 Mal gelesen



Hinter der filmischen Version von Dean R. Koontz Roman „Watchers“ steht ein professionelles B-Team: Produzentenlegende Roger Corman, „Excessive Force“-Regisseur Jon Hess und als Drehbuchautor Damian Lee, späterer Regisseur von B-Filmen wie „Terminal Rush“.
So geht es auch zügig los: Ein Labor geht in die Luft und zwei Kreaturen, an denen Experimente durchgeführt wurden entkommen. Das eine ist ein Golden Retriever mit außergewöhnlicher Intelligenz, das andere ein Exemplar ein neu gezüchteten Spezies namens Oxcom. Der Oxcom ist ein perfekter Killer und massakriert erstmal den Besitzer einer nahe gelegenen Farm vor den Augen seiner Tochter. Ein zünftiger, actionreicher Auftakt wäre damit geboten um den Zuschauer bei Laune zu halten, denn danach wird es wieder ruhiger.
Nebenbei bekommt man auch noch zusätzliche Informationen über die beiden Viecher, denn der den Fall untersuchende NSO-Mitarbeiter Lem Johnson (Michael Ironside) erläutert einem Kollegen den Fall: Die Oxcom waren als perfekte Tötungsmaschinen erdachte. Die Hunde sollten feindlichen Soldaten zulaufen und dann von den Oxcoms, mit denen sie telepathisch verbunden sind, aufgespürt werden. Dabei würden die Oxcoms natürlich die feindlichen Soldaten niedermetzeln. Aber die Biester erwiesen sich bei den Tests als psychopathisch, entwickelten einen Hass auf die Hunde und versuchen jeden davon zu töten. Das muss dann als Erklärung vorreichen und tut es an sich auch relativ gut, denn zur Entstehungszeit des Films herrschte immerhin noch der Kalte Krieg (und wirklich intelligente Ideen erwartet man im Horrorgenre eh kaum).

Der Golden Retriever läuft auf seiner Flucht Travis Cornell (Corey Haim) zu, dem Freund der Tochter des getöteten Farmers. Er entschließt sich das intelligente Tier zu behalten, ahnt jedoch nicht in welche Gefahr er sich begibt. Denn der Oxcom ist stetig auf der Spur des Vierbeiners…
„Watchers“ ist geradliniger, unterhaltsamer B-Horror. Nach ungefähr einem Drittel entwickelt sich der Film zu einer reinen Jagd mit kleinen Verschnaufpausen, wobei natürlich anfangs nur Nebenfiguren Kontakt mit dem Oxcom haben – was meist mit dem Exitus des Kanonenfutters endet. Doch sobald alle Charaktere halbwegs eingeführt und die erklärenden Formalitäten erledigt sind, drückt Jon Hess schön aufs Gas. Überraschungen gibt es nur wenige, aber die Spannung erreicht ein solides Niveau. Nur ein paar Erklärungen mehr hätte ich mir gewünscht: Es mag ja noch angehen, dass der Film die Gründe für die Laborexplosion gewollt im Dunkeln lässt, aber gerade die dritte Form von Experiment, die immerhin für eine kleine Wendung im Finale sorgt, hätte ich gerne mehr erfahren als jene zwei Sätze, die im Film darüber fallen.
Die Atmosphäre weiß zu gefallen, denn sie verbreitet zwar nicht den totalen Nervenkitzel, aber baut ein schönes Flair der Bedrohung auf. Das ländliche Amerika mit seinen Kleinstädten bietet zudem die passende Kulisse für das alte Thema des frei herumlaufenden Monsters. Hinzu kommt dann auch noch etwas Action, wobei dies allerdings nur kleine Einlagen sind wie z.B. das finale Duell mit Monster, wo sich die Figuren mit allem, was greifbar ist, gegen das mörderische Vieh zur Wehr setzen.

Auch die Angriffe des Oxcom sind nett gemacht und bieten ein paar nette Schockeffekte. Genretypisch sieht man erst kaum was von dem Monster und dann ist dessen Auftreten auch noch am besten; wenn man im Finale dann das komplette Biest zu sehen bekommt, ist man leicht enttäuscht, denn das Vieh ist von den Effektleuten nur mäßig bedrohlich gemacht worden (was wohl ein Stan Winston hieraus gemacht hätte?). Bis auf den sehr schlecht gemachten Kopfschuss gibt es aber an den wenigen, aber gut eingestreuten Bluteffekten nichts zu bemängeln, die Schrotflintentreffer, zugerichtete Leichen usw. bieten. Auch bei den Figuren unterscheidet „Watchers“ erfrischend von anderen Horrorfilmen: Travis' Mutter Tracey (Lala Sloatman) glaubt ihrem Sprössling erstaunlich schnell anstatt alles durch Ignoranz schlimmer zu machen, nervige Blagen werden auch weggeknurpst anstatt mit dem Schrecken davon zu kommen usw.
Corey Haim macht seine Sache ganz ordentlich und Michael Ironside als zwielichtiger Agent geht in seiner Rolle auf – kein Wunder, denn derartige Leute spielt er ja ziemlich oft. Die restlichen Darsteller sind für einen B-Horrorfilm ebenfalls ganz gut.

„Watchers“ ist kein innovatives Werk, aber geradliniger, recht spannender B-Horror mit ein paar netten Actionszenen. Mal was anderes als der übliche Slasherkram.


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