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Watchers (1988)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 2 / 10)
eingetragen am 08.03.2005, seitdem 935 Mal gelesen



Oh mein Gott, wer hat denn diesen Murks zu verantworten? Der Bestseller Watchers von Dean Koontz wurde zu einem billigem Monster Filmchen verstümmelt, zudem zu einem recht schlechten, der selbst für ein Produkt des achtziger Jahre Kinos ausgesprochen antiquiert wirkt. Der Film beginnt mit einer Explosion, aus deren Trümmern ein Goldener Retriever in den angrenzenden Wald türmt. Doch der Hund ist nicht der einzige Überlebende ein undefinierbares Geschöpf entkommt ebenfalls den Flammen und nimmt die Verfolgung auf. Da es sich beim verdampften Gebäude um ein geheimes Forschungslabor handelte ist Hund Einstein natürlich mit fast menschlicher Intelligenz gesegnet und sein Verfolger der so genannte Outsider eine genetisch gezüchtete Killermaschine, die alles und jeden meuchelt, der ihm in den Weg kommt. Einstein sucht Unterschlupf beim Teenager Travis Cornell und dessen Mutter Nora, während er versucht seine neue Familie vor dem Outsider und den Verfolgern der Regierung zu warnen.

Leseratten sollten allein schon bei der Inhaltsangabe die Nackenhaare zu Berge stehen und das ist nur ein Vorgeschmack auf das, was sie im Film erwartet. Im Prinzip wurde die Geschichte um alles beraubt was sie ausmacht. Der Roman ist quasi eine Ode an die Freundschaft. Er erzählt die Geschichte von zwei Mitdreissigern, die ihr einsames Leben quasi aufgegeben haben und erst durch die Belastung der gemeinsamen Flucht wieder ins Leben finden. Das Freundschaftsmotiv zieht sich durch sämtliche Nebenhandlungen, innerhalb der Reihen der Verfolger und Zufallsbekanntschaften, selbst der Outsider ist prinzipiell nur von Selbsthass getrieben weil es ihm unmöglich ist durch seine Erscheinung zu anderen Wesen eine Bindung aufzubauen. Und was haben wir im Film, Nora und Travis, Mutter und Sohn, Lem Johnson, setzt nicht seinen Job aufs Spiel um seinen alten Kumpel den Sheriff über die geheimen Experimente zu unterrichten, nein er schlitzt im die Kehle auf und reist ihm die Augen aus, der Tierarzt gewährt Nora und Travis nicht etwa Unterschlupf, nein er versucht sie bei der ersten Gelegenheit zu verpfeifen. Einfach nur unerträglich und teilweise richtig sinnlos.

So, genug über die Änderungen zum Buch gemeckert, wie sieht es rein filmisch gesehen aus? Nicht viel besser. Watchers beginnt zwar einigermaßen rasant leistet sich dann allerdings einige tödliche Längen in dem die Akteure ihr darstellerisches Unvermögen zur Schau stellen dürfen. Michal Ironside agiert im Autopilot Modus als völlig überzeichneter Fiesling, die anderen Darsteller sind schlicht unglaubwürdig. Der Film tut gut daran das Monster bis zum Finale zu verstecken, denn der Outsider sieht aus wie das Zottelviech aus Harry und die Hendersons, nachdem es von einem LKW überfahren wurde, ich kenne Halloween-Kostüme sie sehen Furcht einflößender aus. Es gibt zwar ein paar recht heftige Gewaltszenen, allerdings wirken diese aufgesetzt und aufgrund der mangelnden Spannung will einfach keine Gruselstimmung aufkommen, da retten auch einige zugegeben recht interessante Kameraeinstellungen nichts mehr.

Fazit: Watchers ist nicht nur ein unterdurchschnittlicher Horrormurks mit miesen Darstellern und billigsten Effekten sondern räumt zudem auch den Preis für eine der übelsten Literaturvergewaltigungen seit der Erfindung des adaptierten Drehbuchs ab. Kenner von Dean Koontz großartiger Romanvorlage werden wohl den ganzen Film über ungläubig versuchen ihren Brechreiz zu unterdrücken. Horrorfans hingegen die einfach ein nettes Creature-Feature sehen wollen werden aufgrund der arg schematischen Handlung gelangweilt und letztendlich von den schlechten Effekten und viel zu seltenen Spannungsmomenten enttäuscht werden. Letztendlich sollte man über dieses Machwerk ganz schnell den Mantel des Schweigens legen. Ich schließe mit dem gut gemeinten Rat, lest das Buch!


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