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2 Fast 2 Furious (2003)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 19.06.2003, seitdem 820 Mal gelesen



The Fast & The Furious Part 2 - Hirn ausschalten, Gang einlegen, los geht's

Teil eins der Furious-Filme räumte 2001 - für viele völlig unverständlich - an den Kinokassen ordentlich ab. Noch während der Streifen damals die Kinos unsicher machte, wurde mit den Hauptdarstellern über eine Fortsetzung verhandelt: Dem sympathischen Paul Walker gefiel die Idee eines Nachschlags, Vin Diesel lehnte ab. Zum Glück, muß man heute sagen, denn dem Sequel von "The Fast & The Furious" tut es sichtlich gut, daß der Griesgram mit dem Charme einer Eisenbahnschiene nicht mit von der Partie ist. Gemeinsam mit dem Regisseur des ersten Teiles, Rob Cohen, knüpfte Diesel lieber nahtlos dort an, wo er damals mit "The Fast & The Furious" aufhörte - und bescherte dem staunenden Publikum mit "Triple X" ein Machwerk das - man glaubt es kaum - noch um Längen schlechter ist als Teil eins der Furious-Filme.

Wer also mit niedrigen Erwartungen ins Kino geht weil er noch den ersten Teil im Kopf hat, der wird von "2 Fast 2 Furious" angenehm überrascht sein; die Fortsetzung ist viel besser gelungen als ihr Vorgänger.

Die Story fällt allerdings auch diesmal wieder reichlich dünn aus. Macht aber nichts, für einen 90 minütigen Actionfilm der Marke "Schneller-lauter-bumm" reicht's allemal:

Der aus Teil eins bekannte Undercover-Cop Brian O'Conner (Paul Walker) hat mittlerweile nicht nur die Stadt gewechselt (... von L.A. nach Miami), sondern auch die Seiten: Anstatt im Polizeiwagen nimmt er nun im Cockpit eines aufgemotzten Straßenrennwagens Platz und macht regelmäßig bei illegalen High-Speed-Events mit. Gegen bares, versteht sich.

Doch die Freude über den jüngsten Rennsieg währt nicht lange, denn die Polizei sprengt eines der illegalen Rennen und nimmt O'Conner fest. Was folgt ist der unvermeidliche Kuhhandel: Wenn O'Conner den Ermittlern hilft Drogendealer Carter Verone (Cole Hauser) zu überführen, werden alle Anklagepunkte gegen ihn fallen gelassen.

Mitstreiter O'Conners sind lediglich sein alter Kumpel und Ex-Knacki Roman Pearce (Tyrese Gibson, einigen vielleicht als Soul-Musiker bekannt), sowie die Undercover-Polizisten Monica (Eva Mendes). Hinderlich, daß O'Conner sich verliebt. Allerdings in die Frau, die bereits auf der Wunschliste von Drogenboß Verone steht...

Okay, die Story ist kein bißchen originell, außerdem ist sie anspruchslos und keinesfalls mehr als ein "Alibi" für die zahlreichen Action- und Rennszenen. Einen Vorteil hat sie jedoch: sie wirkt insgesamt glaubwürdig. Die Scriptschreiber von "2 Fast 2 Furious" haben sich bemüht die Geschehnisse des ersten Teils aufzugreifen und daran anzuknüpfen. Und das ist sogar einigermaßen einleuchtend gelungen. So erfährt der Zuschauer in groben Zügen, WARUM Officer O'Conner seine Zielperson in Los Angeles (Vin Diesel) einfach laufen ließ, und wie es ihm danach ergangen ist.

Leider wird dieser Pluspunkt in der Storyline ziemlich schnell von Vin-Diesel-Nachfolger Tyrese Gibson wieder aufgezehrt. Hier hat man einfach einen unsympathischen und glatzköpfigen Antischauspieler durch einen noch viel unsympathischeren und ebenfalls glatzköpfigen Antischauspieler ersetzt. Konnte man Diesel zumindest eine gewisse Unnahbarkeit und Coolness nicht absprechen, so ist Tyrese einfach nur schlecht. Sein gesamter Auftritt beschränkt sich darauf üble Laune zu verbreiten und mißgelaunte Grimassen zu ziehen. Bisher hatte dieser Mann lediglich einige unbedeutendere Fernseh-Gastauftritte, spätestens jetzt weiß man warum. Furchtbar.

Walker macht seine Sache gut (... eine besondere schauspielerische Leistung verlangt der Plot ohnehin keinem der Akteure ab), und auch der Bösewicht Cole Hauser agiert passabel. Einen weiteren dicken Punktabzug gibt es allerdings für Eva Mendes, denn ihre darstellerischen Möglichkeiten gehen kaum über "Hinternwackeln" und "Make-Up-durch-das-Bild-tragen" hinaus. Ihre Gefühle für O'Conner kauft ihr jedenfalls keiner ab. Ist aber nicht weiter störend, da für eine großartige epische Liebesgeschichte in diesem Film sowieso kein Platz gewesen wäre.

Denn das was der Zuschauer in der Hauptsache sehen will, wenn er sich einen Film wie "2 Fast 2 Furious" ansieht, ist ohnehin die Action. Und die ist spitze! Obwohl sich eine Rennszene an die andere reiht, obwohl wenig neues passiert und obwohl rein gar nichts gezeigt wird, daß es nicht vorher schon so, oder so ähnlich, einmal an anderer Stelle gegeben hat - langweilig wird's nie! Und das ist schließlich die Hauptsache.

Musikalisch wird übrigens der gleiche Hip-Hop und-Rap-Brei (gibt's da einen Unterschied?) serviert, den man schon in Teil eins ertragen mußte. Erfreulich: Diesmal wird etwas zurückhaltender und nicht ganz so aufdringlich am Lautstärkeregler gedreht. Man muß warhscheinlich ein Kind der neunziger sein, um diese Musik zu mögen...?!

Fazit:
"2 Fast 2 Furious" ist um Längen besser als sein Vorgänger. Der Film ist oberflächlich und einfältig, punktet aber mit einer ganzen Menge gekonnter Action, schönen Frauen, tollen Autos und bunten, hochglanzpolierten Bildern. Für die Freunde des anspruchsvollen Kinos: Finger weg!


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