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2 Fast 2 Furious (2003)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 25.06.2003, seitdem 580 Mal gelesen



„The Cars are the Stars!”, tönte Regisseur John Singleton („Shaft“ 2000) in den Interviews zum Kinostart, und an dieses Credo hatte er wahrlich sich beim Drehen gehalten – leider, denn der Rest der „Handlung“ geht im dröhnenden Motorenlärm so gut wie unter (noch mehr als im ersten Teil).

Als der Film „the Fast and the Furious“ im Jahre 2001 ein Überraschungserfolg an den weltweiten Kinokassen wurde, war die Fortsetzung schnell beschlossene Sache. Damals katapultierte das Werk Vin Diesel, der den eigentlichen Hauptdarsteller total verblassen ließ, in die Starriege Hollywoods – für den Nachfolger standen Diesel und Director Rob Cohen nun nicht mehr zur Verfügung...

Zur Story:
Nachdem er ja Vin Diesel´s Figur in Teil 1 laufen ließ, hat man Brian O´Conner (noch immer recht talentfrei: Paul Walker) aus dem FBI-Dienst entlassen, worauf er nun illegale Straßenrennen in Florida fährt. Nach einem solchen wird er jedoch verhaftet und vor die Wahl gestellt: Entweder Knast oder ein neuerlicher Undercover-Auftrag.
Natürlich entscheidet er sich für letztere Möglichkeit, worauf er zusammen mit seinem alten Kumpel Roman Pearce (der Vin-Diesel-Ersatz dieser Fortsetzung: Sänger Tyrese) als Fahrer bei einem Drogenboss (Cole Hauser, der die einzigen schauspielerischen Akzente mit seiner Bösewicht-Rolle setzt) eingeschleust wird. Seine Kontaktperson ist die bereits eingeschleuste Agentin der Zollfahndung Monica (die ansonsten talentierte Eva Mendes – hier leider jedoch ausschließlich auf Schauspiel-Autopilot)...
Es kommt, wie es kommen muss: Monica und Brian kommen sich näher, man hat Zweifel, ob sie nicht vielleicht übergelaufen ist, viele, viele Rennen und Verfolgungsjagden müssen gefahren werden – so weit, so vorhersehbar, und das war es dann auch schon...

Die Undercover-Story ist reine Nebensache und dient nur als Vorwand, schnelle Autos in Aktion zu zeigen – das jedoch extrem temporeich und sehr unterhaltsam, wie bereits im ersten Teil. Nicht nur Auto-Freaks haben ihre helle Freude an diesen Szenen...

War der erste Teil eigentlich nur eine prollige Variante von Kathryn Bigelow´s „Point Break“, funktionierte der Konflikt zwischen dem Undercover-Beamten und seinem charismatischen Gegenspieler damals wirklich gut.
In der Fortsetzung fehlt eine derartige Handlungskomponente – man hat hier jedoch eine humorvolle Note zwischen Brian und Roman eingebaut, was den Film mehr zu einem Buddy-Movie macht.

„2 Fast, 2 Furious“ beginnt mit einem furiosen Street-Car-Rennen, verliert jedoch im Laufe des Films zunehmend an Drive und mündet schließlich in einem recht lahmen Showdown, der durch einen echt unglaubwürdigen Stunt eingeleitet wird und in Anbetracht der vorangegangen 80 Minuten somit enttäuscht.

Für jeden B-Film-Regisseur wäre „2 Fast, 2 Furious“ ein Triumpf – für einen John Singleton ist es jedoch ein einziges Trauerspiel und kommt einem Ausverkauf an den Mainstream gleich. Warum hat der Regie-Hoffungsträger des „New Black Cinema“ („Boyz N the Hood“) nur dieses Projekt angenommen? Wahrscheinlich weil er sicherlich Spaß am Drehen hatte, die Gage stimmte, und hier auch mal der kommerzielle Erfolg sichergestellt wurde...
Insgesamt kann man den Film nun getrost als eine Art „Anti-Singleton-Film“ bezeichnen, denn er vernachlässigt alles, was seine früheren Filme („Boyz N the Hood“ / „Higher Learning“) so ausgezeichnet hat – die Charaktere, die hier allesamt blass und unterentwickelt bleiben.

Was bleibt ist ein rasanter Thriller im Sinne des Vorgängers, der jedoch auf allen Ebenen etwas schwächer ausfällt.
Trotzdem macht er Spaß, ist temporeich, laut und unterhaltsam – genau das ist Popcorn-Kino in seiner reinsten Form, und im Popcorn-Kino kommt es schließlich nicht wirklich auf Inhalte an ... wäre aber doch mal schön, daher nur:

6 von 10.


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