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2 Fast 2 Furious (2003)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 29.06.2003, seitdem 2803 Mal gelesen



"The Fast and the Furious" war der Überraschungshit des Kinojahres 2001, welcher natürlich eine Fortsetzung nach sich ziehen musste. Da die Regisseur Rob Cohen und Hauptdarsteller Vin Diesel nicht mehr bereit waren in dieser Fortsetzung mitzuwirken musste man qualitativ gleichwertigen Ersatz finden, den man in John Singleton (Boyz`n the hood) und dem Musiker Tyrese aber nicht gefunden hat.

Der Plot ist wie schon im ersten Teil banal wie stupide und nur ein Grund, um möglichst viele schicke Autos, Mädchen und Action aneinanderzureihen. Spannung und überraschende Wendungen braucht man genau so wenig erwarten, wie Logik und Realismus.

Der aus dem ersten Teil bekannte ehemalige Undercovercop Brian O'Connor (Paul Walker) hat es von Los Angeles nach Miami gezogen, wo er sich wieder in der illegalen Straßenrennszene rumtreibt und Cash macht. Als er nach einem Rennen von der Polizei gestellt wird bleibt ihm nur ein Ausweg, um dem Knast zu entgehen: Er muss für die Polizei einen Drogendealer mit seinem schmutzigen Geld in Verbindung bringen, damit dieser auf frischer Tat verhaftet werden kann. Da dieser Auftrag nicht allein durchgezogen werden kann, sucht er einen alten Freund auf, der ihn aber seit langem nicht mehr sehen will....

In "2 Fast 2 Furious" steht im Vergleich zum Vorgänger die Action noch mehr im Vordergrund, wobei die Story schnell auf der Strecke bleibt. Wer nach dem Trailer, wie ich, ein filmgewordenes Playstationspiel befürchtete, wird dabei positiv überrascht sein, da die CGI-Hilfe doch nicht so übertrieben eingesetzt wird.

Die Rennen sind die klaren Highlights, auch wenn der Ausgang von vorne herein klar ist, da Brian und Roman jedes Rennen für sich entscheiden können. Aber die Ausstattung der Autos von Musikanlagen, Neonlichtern, Spoilern, Verkleidungen und Noxgas lassen das Herz höherschlagen. Gepaart mit bewährten Kameraansichten aus dem Cockpit, Reifenhöhe, 180° Drehungen und Innenansichten des Motors machen sie den Autofreak wunschlos glücklich. Interessant ist dabei der Einsatz einer neuen Polizeiwaffe: Mittels Gewehr wird eine elektronische Kralle in die Karosse der Luxusfahrzeuge geschossen, die dann mit einem Impuls die komplette Elektronik der Autos lahm legen und diese damit stoppen.

Deutliche Schwachpunkte sind hingegen die Schauspieler und ihre machohaften Gebärden, die Vin Diesel zumindest mit einer gewissen Coolness paaren konnte. Paul Walker hingegen ist und bleibt zusammen mit Tyrese (Filmdebüt) über die gesamte Spielzeit eine talentfreie Zone ohne Ecken und Kanten, Charisma, dafür aber mit Dackelblick. Zugestehen muss man den beiden aber, dass das Drehbuch verständlich wenig wert auf Charakteraufbau legte und lieber die beiden Hauptprogatonisten als Buddyduo hinstellt, was manchmal arg lächerlich rüberkommt (Aber die Humorkomponente deutlich nach oben schraubt). Gutes Beispiel ist die kindische Balgerei nach dem "Destruction Derby" oder das ständig aggressionsschürende Verhalten Romans gegenüber Carter Verone. Denn während Walkers Charakter immer aalglatt und cool bleibt, muss Tyrese den ständig schlechtgelaunten Neger geben, der auf Krawall aus ist. Auf die Dauer unglaubwürdig wie einfältig.
Ergänzend ist noch Eva Mendes zu erwähnen, die überaus attraktiv durchs Bild wackelt und neben den Autos der Hingucker des Films ist, aber schauspielerisch unter ihren Möglichkeiten bleibt.

Musikalisch wird wie im Vorgänger wieder auf in dieser Szene scheinbar gängigen Musikstile wie HipHop und Rap zurückgegriffen, wird diesmal aber nicht so präsent wie noch im ersten Teil.

Als störend erweisen sich mehrmals sehr stumpfsinnige Dialoge, die aber auch an einer schlechten Übersetzung (Es wird gereimt, statt gerappt) kranken und teilweise so klebrig klischeehaft sind, dass man einen Schreikrampf bekommen könnte. Besonders der gefühlsduselige Dialog zwischen Roman und Brian auf der Brücke mit untergehender Sonneim Hintergrund schießt diesbezüglich den Vogel ab.

Fazit:
Wie schon im ersten Teil sind Autos, Autos und nochmal Autos die Stars dieses Films. Wer Teil 1 mochte, wird auch hier seinen Spaß haben, denn es wurde hier noch wesentlich mehr Gewicht auf Action gelegt. Das ist auch bitter nötig, um die kaum vorhandene Story und die extrem schlechten Darsteller zu übertünchen. Da es insgesamt, aber nie langweilig wird, braucht sich "2 Fast 2 Furious" nicht vor seinem Vorgänger zu verstecken.


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