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Aragami - Duel Project 2 (2003)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 4 / 10)
eingetragen am 26.10.2005, seitdem 759 Mal gelesen



Tja, der Kitamura. Er scheint ja eine große Fangemeinde zu haben, die wirklich begeistert ist von seinen Filmen, denn er hält es nicht für nötig, besonders viel Abwechslung in seine Werke zu bringen.
„Versus“, mit dem er seinen großen Durchbruch hatte, war ein irgendwie spaßiges Actionfeuerwerk, das aber auf seine gesamte Länge viel zu langwierig und nervtötend war, und mit „Aragami“ beläuft es sich ganz ähnlich, und das obwohl er nicht mal die Länge eines durchschnittlichen Disneyfilms überschreitet.
Die Grundidee ist dabei gar nicht mal schlecht: Ein verwundeter Samurai findet nach einem nahezu tödlichen Gefecht Unterschlupf in einem kleinen Schrein im Wald. Der zunächst großzügige Gastgeber entpuppt sich als Kriegsgott Aragami, der mittlerweile seines Jobs müde geworden ist und nun den Samurai zu einem Duell auf Leben und Tod herausfordert. Dieser Ansatz aus traditionellen Mythen ist natürlich etwas ganz anderes als der von Kollege Tsutsumi inszenierte Zickenterror. Er ist nicht grundlegend schwächer, aber die Umsetzung krankt an den üblichen Kitamuraschwächen. Bevor es nämlich zu dem alles entscheidenden Zweikampf kommt, wird noch so einiges geschwafelt, doch was da geschwafelt wird, ist recht belanglos und will nicht so wirklich interessieren, und bis der Samurai erstmal von der Identität seines Gegenübers überzeugt ist, vergeht auch ein gewaltiger Teil der Spielzeit (Der Moment, in dem Aragami seinen wahren Namen preisgibt, lässt allerdings die Kinnlade runterklappen, vorausgesetzt man hat ein wenig Ahnung von japanischen Samuraimythen.). Hinzu kommt jener infantile Humor, von dem Kitamura einfach nicht lassen kann, auch wenn er ihn hier recht sparsam einsetzt.
Der Kampf selbst ist schließlich mit dieser heiß geliebten überschwänglichen Kinetik in Szene gesetzt, die seine Filme nun mal auszeichnet. Wilde Kameraschwenks, die einen glauben lassen, dem Gerät seien Flügel gewachsen, wilde Choreographie, wilder Schnitt, Wildheit in allen Ecken. Das Duell ist mitreißend, reicht aber leider nicht aus, um den gesamten Film zu tragen.
Was man hier hat, ist also ein netter Schwertkampffilm, der selbst bei seiner kurzen Spielzeit noch einige Straffungen nötig hätte. Einige schöne Momente sind auch jenseits der Kampfszenen vorhanden, doch leider auch zu viel überflüssige. Kein K.O., aber doch eine klare Niederlage für Kitamura.


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