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Passion Christi, Die (2004)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 11.06.2004, seitdem 453 Mal gelesen



The Jesus Cruzification Massacre

So, nun hab ich ihn endlich auch gesehen. Was waren da alles für Meinungen über diesen Film. Ein Blutbad, das brutalste was man je gesehen hat, Antisemitismus, die Geißelung ist die grausamste Szene des ganzen Films, usw...
Alles Bullshit!

Ob mir der Film gefallen hat oder nicht weiß ich bis jetzt noch nicht so ganz es gibt viele positive aber auch sicherlich auch viele negative Punkte die der Film hat.
Die Inszenierung des Films ist über weite Strecken wirklich gelungen - Mel Gibson ist ein toller Regisseur daran gibt’s keine Zweifel.
Doch es gibt eben auch Szenen im Film die gruselig oder schockierend sein sollen, mir aber nur einen müden Lächler oder sogar ein lautes Lachen hervorgebracht haben - besonders die so genannten Dämonen die Judus verfolgen sind ja wohl an Lächerlichkeit kaum zu übertreffen, selbst das tote Tier das Judas sieht bevor er sich erhängt sieht erbärmlich schlecht getrickst aus.

Außerdem ist mir aufgefallen das der Film über weite Strecken nur ganz zu verstehen ist wenn man richtig bibelfest ist. Mir ging es manchmal so, dass ich nie richtig wusste wer hier eigentlich wer ist und warum das jetzt so passiert.
Nun zum Blutgehalt des Films: Ja, "Die Passion Christi" ist ganz schön brutal und blutig, doch erst so richtig ab der Kreuzigung. Und selbst dort blendet Gibson fast immer weg wenn was Blutiges passiert. Das einzige was wirklich nicht schön anzusehen ist, ist Jesus Körper nach den Qualen die er erleidet - die Strafen selbst bekommt man so gut wie gar nicht zu Gesicht. Bei der Geißelung wird sogar die meiste Zeit weggeblendet und man sieht fast nur Maria weinen oder Jesus stöhnen. Nur 2-3 mal sieht man wie ein Stock oder eine Geißel ihn trifft. Anscheinend wurde da bei vielen mehr suggeriert als sie im Endeffekt wirklich sahen. Bei der Kreuzigung ist mir schon etwas mulmig geworden doch nicht wegen den Effekten sondern aufgrund des beeindruckenden Schauspiels von James Caviziel. Man glaubt ihm wirklich, dass ihm das alles zustößt und leidet wirklich mit ihm mit wenn er stöhnt, schreit oder einfach nur hechelt.

Antisemitismus? Blödsinn, die Römer werden im Film viel barbarischer dargestellt als die Juden und wenn es halt so war dann war es halt so, basta. Das will jetzt nicht unbedingt heißen, dass ich daran glaube. Und ich glaube kaum, dass dieser Film Hass auf Juden erzeugt. Blödsinn.

Den Film auf Hebräisch, aramäisch und Latein zu drehen war eine sehr gute Entscheidung von Gibson, dadurch kommen manche Szenen viel besser zur Geltung auch wenn das ewige Mitlesen doch bald etwas nervig wird.

Vom Rest der Schauspieler kann ich eigentlich nur zwei noch richtig hervorheben: Hristo Naumov Shopov als Pontius Pilatus und Maja Morgenstern als Jesus Mutter Maria. Beide haben beeindruckende Szenen zu meistern und machen ihre Sache wirklich gut. Als Maria nach der Geißelung das Blut ihres Sohnes wegwischt ist das ergreifender als die ganze Geißelung zusammen. Pilatus wird von Shopov auch nicht als böser Herrscher sondern als gerechter Mann gespielt der aber keine Revolution heraufbeschwören will. Monica Belucci jedoch hatte wohl noch nie eine so undankbare Rolle wie hier. Als Maria Magdalena darf sie die ganze Zeit nur traurig blicken, heulen und kreischen. Selbst in "Matrix Revolutions" war da ja mehr von ihr zu sehen als hier, schade.

Die Krähe die einem Häscher gegen Ende ein Auge aushackt hätte Gibson sich aber auch sparen können, ebenso wie das x-te mal wenn Jesus wieder mal im Staub landet. Doch solche Szenen sind zu verschmerzen.

Die Auferstehung war meiner Meinung nach auch etwas zu kurz geraten und hätte durchaus etwas schöner sein können nach so vielen Qualen. Wirklich hervorzuheben ist noch die Musik von John Debney - mit Gefühl, wunderschönen Klängen und Chören verzaubert Debney da unser Ohr.

Zum religiösen Aspekt will ich eigentlich nicht viel sagen, denn allzu gläubig bin ich nicht.

Fazit: Famos gespielter und teilweise großartig getrickster Film der über seine Lauflänge von über 2 Stunden nie langweilig wird. Trotzdem: wer kein Blut sehen kann sollte ihn lieber nicht ansehen!


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