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Last American Soldier, The (1987)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 15.02.2006, seitdem 492 Mal gelesen



Ignazio Dolces "Commander" stürzt den dem Italo-Genre nicht abgeneigten Zuschauer in ein Wechselbad der Gefühle. Auf der einen Seite ist "Commander" definitiv hochwertiger inszeniert als vergleichbare Produktionen und kann auch mit einer überraschend prominenten Besetzung aufwarten. Auf der anderen Seite jedoch kopiert "Commander" so dermaßen unverschähmt bei "Rambo 2", daß der knochenernst gemeinte Film schon fast wieder als Parodie durchgehen könnte - eben weil er natürlich um einiges billiger inszeniert ist als das offensichtliche Vorbild.

Praktisch jede Szene aus "Rambo 2" findet sich hier in der Chronologie etwas umgestellt wieder: Das Äußere des Helden, das Zusammentreffen mit einer Giftschlange, ein letzter Auftrag für eine Gegenleistung, Russen und Vietcong im diabolischen Einklang, Tod der Geliebten, Beerdigung & Rachefeldzug, Befreiung der Gefangenen per Heli, Duell gegen feindlichen Heli und so weiter und so weiter...
Echt kurios in dieser geballten Konzentration! Aber ein paar "eigene" Szenen hat "Commander" dann doch noch, so z.B. der wenig prickelnde Überfall auf ein vor Anker liegendes Frachtschiff und ein friedlich vor sich hin murksendes Rebellendorf (auf quasi englischem Rasen angelegt - die Vietnamesen wissen halt ihren Dschungel herzurichten!).

Wie aber bereits erwähnt zeigt sich sich "Commander" in Sachen Inszenierung hochwertiger als so manch anderer kläglicher Vertreter des Italo-Actionkriegsfilms. Die Schusswechsel können sich ebenso sehen lassen wie die zahlreichen Explosionen und kleineren Zweikämpfe. Einige wenige Modellsprengungen sehen zwar eher billig aus aber unterm Strich kann man für italienischen Verhältnisse eigentlich sehr zufrieden sein. Anders als im unerreichten Stallone-Vorbild fehlt hier natürlich ein packender Soundtrack (das billige Commander-Gedudel ist eher ziemlich nervig) sowie das Gespür für Timing und ausgewogene Handlungsabläufe.
Vieles wirkt hier schonmal recht lieblos aneinandergereiht und auch im überlangen Showdown ists trotz technischer Qualitäten schlicht ein bisschen zu viel des Guten. Irgendwann ermüdet die 20ste Hüttenexplosion einfach und auch Opfer 150-200 interessieren nicht mehr wirklich.
Das ewige Problem des Italofilms "Quantität statt Qualität" zeigt sich wieder einmal sehr schön...

Fazit: "Commander" schafft es trotz aller Dreistigkeit im Umgang mit dem "Rambo"-Vorbild und einem Riesenberg Klischees, halbwegs professionell zu erscheinen und macht dank zahlreicher Actionsequenzen auch durchaus Spass. Über Logiklöcher und eine ziemlich dämliche Rahmenstory sieht man ohnhin gutmütig hinweg...


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