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Men Behind the Sun 2: Laboratory of the Devil (1992)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 09.11.2002, seitdem 1077 Mal gelesen



Immer noch geschockt vom unbeschreiblich grausamen 1. Teil schaute ich mir das erste Sequel zu "Men behind the sun" an, das ja so gut wie ein Remake ist, da der grĂ¶ĂŸte Teil des Handlungsverlauf dem aus dem Erstling entspricht. Viele bezeichneten den ersten Teil als den brutalsten und schockierendsten Film aller Zeiten, dem konnte ich zustimmen. Den paar Stimmen, die behaupten, der 2. Teil wĂ€re noch hĂ€rter und brutaler, muss ich persönlich widersprechen, durch die Tatsache, dass "Men behind the sun 2" ein richtiger Spielfilm ist, der fast die ganze Zeit ĂŒber auf den Doku-Touch verzichtet, ist die AtmosphĂ€re bei weitem nicht so bedrĂŒckend und verstörend wie noch beim VorgĂ€nger. Trotzdem noch verstörend genug, um die meisten Splatterfilme in den Schatten zu stellen. Die Story ist wie gesagt fast die gleiche, es wurde nur eine kleine Love-Story eingefĂŒgt.
Ein paar MĂ€nner werden von einem Unbekannten Adressaten zu einem Treffen eingeladen. All diese MĂ€nner waren frĂŒher einmal Mitglieder der Unit 731. Der Unbekannte entpuppt sich als Frau, die diese Einheit wieder einberufen möchte. Einer der ehemaligen Mitglieder weigert sich strikt dagegen und beginnt, den anderen eine Geschichte zu erzĂ€hlen. Und eben diese ist die Handlung zu dem Film. Ein junger japanischer Doktor namens Morishima schließt sich im FrĂŒhling des Jahres 1945 der Unit 731 an, um seinem Land zum Sieg zu verhelfen. Mit seiner Freundin Chikida vereinbart er vorher, dass er jede Woche einen Brief schreiben werde, obwohl es der Einheit verboten ist, Kontakt zur Außenwelt zu haben. Doch bald erkennen Morishima und Gleichgesinnte, welch abartige und grausame Sitten in dieser Einheit herrschen. Die gefangen genommenen Chinesen dienen den Japanern als Versuchsobjekte, Experimente durchzufĂŒhren. Die Japaner schrecken nicht zurĂŒck, ihre Feinde bei lebendigem Leibe auseinanderzunehmen, zu vergasen oder ihnen die Haut vom Körper zu ziehen. Eines Tages geschieht jedoch noch Schlimmeres, da der FĂŒhrer der Einheit herausfindet, dass Morishima Kontakt zur Außenwelt hat, indem er dessen Briefe an seine Freundin entdeckt. Derweil macht sich Chikida sorgen um den Verbleib ihres Freundes, da sie keine Briefe mehr bekommt. Als sie dann auch noch von den Japanern gefangen genommen wird, soll auch sie als Versuchsobjekt herhalten. Morishima und Chikada wollen allerdings nichts Anderes als die Flucht...
Wie bereits erwĂ€hnt, die AtmosphĂ€re kann mit der aus dem ersten Teil natĂŒrlich nicht mithalten, ist alles nicht so realistisch und nachvollziehbar dargestellt, weil der zweite Teil eben Spielfilmcharakter hat. Die Schauspieler jedoch brillieren geradezu, selten habe ich in einem japanischen bessere Leistungen gesehen als in diesem Film. Vom sonstigen Machwerk ist "Men behind the sun 2" auch aller erste Klasse. Wer meint, man hat es bei dem Film mit einem dummen, noch dazu amateurhaften Streifen zu tun, irrt sich gewaltig, er ĂŒbertrifft die meisten anderen japanischen Machwerke sogar um Weiten.
Die Splattereffekte schocken auch nicht mehr so wie die des ersten Teils, da sie ungefĂ€hr die selben sind wie die im VorgĂ€nger. Man sieht also eigentlich nicht viel Neues. Dennoch sind sie abartig und grausam genug, um ein zweites Mal zu schockieren, nur eben nicht in den Maßen, wie es noch "Men behind the sun" tut.
Ich habe oft gelesen, der zweite Teil könne ĂŒberhaupt nicht mit seinem VorgĂ€nger mithalten, mittlerweile bin ich aber eines besseren belehrt worden. Er ist zwar nicht besser, aber als eigenes Werk betrachtet ĂŒbertrifft er so viele andere japanischen Produktionen. Nicht nur in Sachen Gewalt, sondern auch handwerklich gesehen. Das nĂ€mlich versteht der Regisseur verdammt gut.
Wer den ersten Teil also gesehen hat, kann bedingungslos auch auf den Nachfolger zugreifen, besser gesagt er sollte und muss es auch tun, denn spielfilmtechnisch gesehen habe ich selten etwas besseres Japanisches gesehen. Die Japan-Shock DVD aus Holland bietet exzellente Bild- und TonqualitĂ€t und ist fĂŒr jeden, der diesen Film erwerben möchte, erste Wahl. Der Film an sich ist brilliant, er hat Ă€ußerst brutale wie gefĂŒhlvolle Momente und wie auch schon im ersten Teil ist die Gewalt keinesfalls selbstzweckhaft. Ein wichtiges Werk, das jeder Fan vom etwas anderen Film gesehen haben sollte. Man sollte nur starke Nerven aufweisen können! 8,5/10 Punkte


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