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American Pie - Jetzt wird geheiratet (2003)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 4 / 10)
eingetragen am 22.02.2005, seitdem 374 Mal gelesen



"American Pie" gehört definitiv zu den besten Teenie-Komödien aller Zeiten. Sympathische Charaktere, eine nette Story und reichlich frivoler Witz, brachten das Publikum zum Lachen, ohne sich dabei zu sehr auf irgendwelchen Holzhammer-Humor zu konzentrieren. Auch wenn die Witze meist deftiger Natur waren, so wurden sie dennoch gekonnt und klug eingesetzt und reizten einen damit zum Lachen. Die Fortsetzung, ein paar Jahre später, konnte diese Klasse dann schon nicht mehr halten, aber auch hier gab es nur wenig Ekliges und Holzhammermäßiges, wodurch auch sie noch kräftig punkten konnte. Doch beim dritten Teil, sollte es dieses mal leider anders sein.

Was die Geschichte angeht, das muss man gestehen, kann man allerdings wieder recht zufrieden sein. Nachdem Hauptfigur Jim seine Freundin in Teil eins kennengelernt hat und im zweiten Teil mit ihr durch die Höhen und Tiefen des Verliebt sein stolperte, so ist er nun endlich an dem Punkt angekommen, seine Angebetete zu heiraten. Das so etwas allerdings nur im Chaos versinken kann, versteht sich von selbst. Die Storyfäden der Vorgänger wurden passend aufgenommen und weitergesponnen und die wichtigsten Figuren sind auch wieder mit an Bord. Von daher könnte man eigentlich sehr zufrieden sein.

Doch leider ist dem nicht so. Denn die Qualität des wohl wichtigsten Details einer jeden Komödie, die Gags, hat dieses mal wirklich rapide abgenommen. Während in den ersten zwei Teilen die Jokes allemal eine gute Pointe versprachen und trotz aller Frivolheit, nur selten auf Ekel und deftige Schweinereien setzten, so gibt es in diesem Film leider nur noch solche Schweine-Gags, an denen vor allem die Figur des Stiflers dran Schuld ist. Zwar war er auch schon in den Vorgängern ein Ferkel, doch hier scheint er nur noch eine richtig verkommene Drecksau zu sein, auf die zudem viel zu viel Konzentration gelegt wird. Wenn er den Mund aufmacht, geht es eigentlich nur um Sex und das in meist rüdester Tonart. Kaum ein Satz kommt ohne "Fuck" aus, ewig und drei Tage gibt es ein und dieselbe Leier. Und das geht einem irgendwann nur noch auf die Nerven.

Des weiteren möchte Regisseur Jesse Dylan, dass wir uns auch über Witze wie Scharmhaare an der Hochzeitstorte, Stiflersex mit einer Granny, Stifler und Jim kriegen ihre Hoden von zwei Hunden abgeleckt oder (ganz schlimm) Stiflers verspeisen eines Hundehaufens amüsieren. Diese ständigen Sex- und Fäkalattacken, der untersten Schublade, sind nun wirklich nicht mehr witzig, sondern zeigen den Abstieg von "American Pie", auf die Qualität solch unterirdischer Genre-Vertreter wie z. Bsp. "Party Animals"! Traurig, ganz traurig!

Die einzigen Gags, die wirklich absolut zum Brüllen sind, kommen mal wieder von Eugene Levy als Jims Dad. Wie schon in den Teilen zuvor, blüht er in dieser Rolle regelrecht auf und bietet einen Treffer nach dem anderen, die allesamt ins Schwarze treffen. Vor allem das Gespräch zwischen ihm und Michelle ist einfach nur zum Kaputtlachen. Schade, dass er nur eine der Nebenfiguren ist. Mit etwas mehr Präsents seinerseits, hätte durchaus doch noch etwas Annehmbares, aus diesem Streifen, werden können.

Punkten kann der Streifen dann zudem noch durch seine Musikauswahl, die wieder einmal mehr als gekonnt das Geschehen unterstreicht.

Und auch die Darsteller dürfen nicht vergessen werden. So dämlich die Gags im Endeffekt auch sein mögen, die, bereits aus den Vorgängern lieben gelernte, Darstellerriege, bringt ihr Bestes, um einem dennoch den ein oder anderen Lacher abluchsen zu können. Unterm Strich klappt das zwar nur recht selten, doch das kann man ihnen eigentlich nicht anlasten. Von daher gibt es, jedenfalls hier, nichts zu beanstanden!

Fazit: Alles in allem eher misslungener dritter Teil der "American Pie"-Reihe, der zwar wieder mit einer recht gekonnten Teenie-Comedy-Story aufwarten kann, dafür aber auch einen grottigen Gag nach dem Anderen präsentiert. Aus dem herrlich frivolen Humor der Vorgänger-Filme, ist nur noch ein Sammelsurium von Sex-und Fäkalwitzen, der untersten Humor-Stufe, übrig geblieben. Einzig und allein "Jims Dad" kann wieder, in jeder seiner Szenen, für einen Brüller sorgen. Ansonsten bleiben maximal die Darsteller und die Musikauswahl noch eine Erwähnung wert. Diesen Abschluss hat die, sonst so komische, Trilogie jedenfalls nicht verdient!

Wertung: 4/10 Punkte


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