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American Pie - Jetzt wird geheiratet (2003)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 25.02.2009, seitdem 377 Mal gelesen



Nun wird die Serie zu Tode geritten…25.02.2009

Es ist doch in Hollywood wirklich immer das Gleiche. Ein guter Film bekommt sogleich Folgefilme spendiert, und wir wissen, daß diese nur in ganz seltenen Fällen an die Qualität des Originals heranreichen. Gut gemacht hat das „Lethal Weapon“, gut auch „Stirb langsam“, und von Rocky und Rambo wollen wir hier gar nicht reden. Im Horrorgenre sieht es da schon schlechter aus, und ganz schwierig gestaltet sich der Aufguß bei Komödien. „American Pie“ war rundum gelungen und zum Teil überaus witzig, der zweite Film konnte noch mithalten, aber nun, da auch der eine oder andere Darsteller das Handtuch geworfen hat, geht es mit den Geschichten rund um ein zentrales Pärchen steil bergab. Grund dafür ist der Fokus auf eine bisherige Nebenperson, zudem regiert der Brachialhumor mit genußvoll ausgewalzten Peinlichkeiten wie dem Essen von Kot. Bin ich dafür zu alt? Ich finde dergleichen weder eklig noch lustig…

Dabei fängt alles in gewohnter Weise sehr lustig an, mit einem mißglückten Heiratsantrag. Jim will Michelle nun heiraten, die beiden scheinen erwachsen geworden zu sein. So dreht sich der Film nun rund um die Vorbereitung der Hochzeit samt Junggesellenabschied, Blumenauswahl und den richtigen Ring. Leider rückt der wie überdreht spielende Nachwuchsmime Scott ins Zentrum des Geschehens, der seine Rolle als Stifler ganz anders anlegt als noch in den Teilen zuvor. Grimassen, stetiger Gebrauch von Kraftausdrücken, all das ist nicht lustig sondern geht dem arglosen Betrachter mit der Zeit gehörig auf die Nerven. Die anderen Darsteller dienen eher als Staffage oder öde Stichwortgeber für Stiflers Show, und natürlich steht am Ende des Films die trotz aller Pannen perfekt inszenierte Hochzeit.

Man kann den Film ganz gut aushalten, denn hier und da gibt es schon etwas zu lachen, ganz daneben sind die Scherze nicht. Doch es fehlen die Lockerheit und der zündende Witz des Originals, diese wurden auf dem Altar des schnellen Geldes für ein liebloses Drehbuch geopfert, welches eine Peinlichkeit und Überflüssigkeit nach der anderen zelebriert. Stifler tanzt mit Schwulen, Stifler ißt ein Stück Hundekot, Stifler treibt es mit Jims Oma…nun, auch dafür wird es das geeignete Publikum geben, zu dem ich mich aber ganz bewußt nicht zählen möchte. Die guten Sequenzen gehen bei all dem Treiben leider gänzlich unter, schade, denn die anderen Charaktere hätten es verdient gehabt, mitsamt der Reihe einen würdigen Abschluß zu gestalten. Dem aber ist nicht so, weder die Serie endete mit diesem Film, noch bekommt ein Finch mal eine andere Story spendiert als die Mutter von Stifler – und das war mit dem Ende des zweiten Teils noch lustig, wirkt hier nur noch lieblos angehängt und reicht mit viel Wohlwollen noch für 5/10.


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