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American Pie - Jetzt wird geheiratet (2003)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 06.09.2003, seitdem 454 Mal gelesen



Was lange währt, wird endlich gut. Allen Peinlichkeiten und Missgeschicken der Vergangenheit zum Trotz soll nun der Bund der Ehe zwischen Jim und Michelle geschlossen werden. Doch was wäre solch ein feierlicher Anlass ohne diverse Pannen und natürlich Steve Stifler, seines Zeichens jetzt Busfahrer und Football-Coach...

"American Pie 3" macht nahtlos da weiter wo Teil 2 endete, was bedeutet: Teilweise derbster Fäkalhumor, immer wieder liebenswerte Charaktere und dennoch auch eine Portion Herz sorgen für einen vergnüglichen Kinoabend und einen würden Abschluss der Kult-Trilogie. Selten habe ich nicht mehr so gelacht! Wer dachte, der derbe Humor des 2. Teiles könne nicht mehr übertroffen werden, der irrt ganz gewaltig. Manches ist doch schon hart an der Grenze zum Geschmacklosen, was soweit führte, dass in meiner Samstag-Absend-Vorstellung zwei Leute das Kino an einer gewissen Stelle verließen und erst einige Minuten später wieder auftauchten :) Aber ich will nicht spoilern, sehet selbst...
Die lieb gewonnene Teenieclique aus den ersten beiden Teilen ist in diesem dritten Streich zwar nicht mehr ganz komplett, doch können die beiden Verluste (Nadja und Oz) gut kompensiert werden. Allerdings merkt man den Darstellern doch langsam das fortschreitende Alter an, vorallem Steven, weswegen mein Wunsch nur lauten kann, dass es keinen vierten Teil geben darf. Den "American Pie"-Filmstoff kann man nun definitiv als ausgereizt bezeichnen und anders als bei so mach aktueller Kinofortsetzung ist das hier immerhin noch wirklich gelungen!
Was wäre ein Review ohne Kritik? Ganz ohne kommt auch "American Wedding" nicht davon: Es mangelt dem Film passagenweise ein wenig an Originalität, einige Gags hat man ihn ähnlicher Form schon in den Vorgängern bewundern dürfen und leider snd manche Passagen auch wirklich extrem kindisch und peinlich platt geraten. Gerade Steve Stiflers Flucherreien gehen einem nach einiger Zeit doch schon mächtig auf den Trichter.
Zudem empfand ich auch den gesamten Charakter Steve Stiflers zumindest in der ersten Filmhälfte als doch ein wenig sehr unsympathisch und unnötig aggressiv. Die beiden Vorgängerfilme hatten das nicht in dieser Weise nötig gehabt! Das hätte nicht sein müssen, ebenso wie die überflüssige und meiner Meinung nach unwitzige Tanzszene im Schwulenlokal. Doch wie heißt es so schön: Wo Sonne ist, ist auch stets etwas Schatten.
Mein Rat kann trotz Schwächen nur lauten: Ansehen und ablachen! Aber es sollte nun auch Schluss sein, der Apfelkuchen ist defitniv abgeleckt äh durchgepoppt aäh nein: aufgegessen...


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