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Mike Mendez' Killers (1996)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 2 / 10)
eingetragen am 24.05.2016, seitdem 152 Mal gelesen



Jo Freunde, ich bin's Mikey! Mike der Mendez, absoluter Horrorfreak und Regie-Koryphäe im Bereich des total anspruchsvollen Horrors. Ihr kennt mein Erstlingswerk "Killers" nicht? Ernsthaft Leute, das Teil müßt ihr gesehen haben. Das ist Kunst, wa? Ähnlich wie "Goodfellas" nur mit cleveren Dialogen. So wie "From Dusk till Dawn", nur eben in gut. Guck ma, und so hab ich das gemacht. Guck hin da, hör zu jetze:

"Hier starten wir, Freunde. Perfekte Location zum filmen. Das ist das Haus von meinem bekackten Schwager, der ist eh grade auf Malle im Urlaub. Hier Pedda, dein Auftrag: Die Nebelmaschine. Immer schön alles vollsprühen mit dem Dunst. Und du Keule, halt mal die Kamera, und das Rot und das Blaulicht. Und dann im Wechsel innen Nebel reinleuchten und das filmen. Vastehste? Und dann kombinierst du manchmal beide Farben. Das ist Craaaaaazy Shit, Alda! Ihr zwei da! Wir heißt ihr nochmal? Scheiß drauf, ihr spielt die Killers. Was? Nene, Killers ist schon richtig, nicht Killer! Ist halt cooler. Einfach böse gucken und viel tiefsinniges Zeug reden. So richtig clevere Sachen, die müsst ihr raushauen, wie in die tollen 80's Gangster-Movies. Und am Ende malt ihr euch 'nen verfickt geiles Skelettmuster ins Gesicht und knallt alles ab. Yeah das ist soooo'n abgefahrener Voodoo-Scheiß! Was? Wer die Familie nebenan in der Küche ist? Keine Ahnung, wohl bekannte von meinem Schwager. Hey Leute, habt ihr Bock euch die goldene Himbeere zu verdienen? Prima, ihr seid dabei. Hmmm, da fehlt noch irgendwas... Ich hab's, Mann! Zombies! Zombies sind der Hammer. Genial. Auf 'ner Skala von 1 bis 10 würd' ich mir selbst ne 12 verpassen...!"

Puhh, ich weiß gar nicht mehr wie ich damals über diesen Nullversager von Film gestolpert bin, aber ich fand ihn zu der Zeit schon verdammt scheiße. Ein erneute Sichtung bricht mir fast die Hand vor lauter Schläge an die eigene Stirn. Zwei entflohene Psycho-Brüder brechen in ein Haus ein, dessen Familie noch gestörter ist als die beiden Flüchtigen. Die ersten 60 Minuten rotzt der Film uns dermaßen klugscheißerische, pseudocoole Dialoge entgegen, dass man sich freiwillig mit verkreuzten Händen und gesenktem Kopf in die nächste Ecke zum Fremdschämen verdrückt. Dabei wird ständig über Filme gequatscht, langweilige Zitiererei präsentiert (im Zimmer der Tochter liegt z.B das Necronomicon) da man scheinbar nicht genug eingenständige ideen am Start hatte. Besonders peinlich und hirnverbrannt erweist sich eine Szene in der einer der Killer die Filmesammlung des Psycho-Vaters kritisiert und fast ausflippt als Daddy "Free Willy" als gelungenen Film tituliert. " -Nein, das ist er nicht !!" brüllt einer der völlig unpassend nach Beachboy aussehenden Typen dem Vater entgegen. Ganz gelassen meint der andere Bruder es gebe nur eine gute Szene im Film: "- Free Willy, erträgliche Momente, nur einer: "Michael Madison's Art Zigaretten zu rauchen." Ohhh, Shit.

Danach wird es nur marginal besser, wenn die Familie das Blatt wendet und die Bullen noch auftauchen. Dazu gesellt sich noch ein homosexueller Zombie mit Halloweenmaske der im Keller sein dasein fristet. Die Schauspieler sind unpassend und lächerlich, die Dialoge bleiben auch in der zweiten Hälfte Scheiße und der Unterhaltungsfaktor liegt ungefähr bei Bethmann - Schnaas Amateur Projekten, sprich ganz tief im Keller. Eine finale Schießerei ist wohl noch das am passabelsten inszenierteste an dem Kasperltheater hier. Das dieser Gülleeimer von vollgeschissenem Zelluloid teilweise noch als Kult im Netz angepriesen wird, setzt dem frischen Kothaufen dann noch die Eintagsfliege auf.

Zum fremdschämen lächerlicher Schlonz von einem Film. Für ein bis zwei gelungene Späße zücke ich die Karo 2.


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