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John Waters' Cecil B. (2000)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 27.03.2005, seitdem 928 Mal gelesen



Stephen Dorff, der mir seit SO FUCKING WHAT sehr an's Herz gewachsen ist, hier nach eben genanntem Meisterwerk des Independent-Kinos in seiner bereits zweiten Medien- und Showbiz-Satire.

Hier verkörpert er gewoht umwerfend den leicht fanatischen Untergrund-Filmemacher Cecil B. Demented (... eine Art Che Guevara des Independent-Kinos), der dem Mainstream den Krieg erklärt hat.
Zusammen mit seiner Crew bestehend aus lauter Wahnsinnigen, Lesben und perversen Satanistinnen entf√ľhrt er eine angesagte, hochn√§sige Hollywood-Diva (Melanie Griffith) und zwingt sie in seiner monumentalen Low-Budget-Produktion mitzuarbeiten, die sich den Untergang des Mainstreams zum Thema gemacht hat.
Was die verdutzte Schauspielerin aber erst mit der Zeit rauskriegt: der Film soll hyperauthentisch sein, weshalb echte √úberf√§lle mit echten Ballerm√§nnern auf echte Kinos und Big-Budget-Produktionen durchgef√ľhrt werden.
Bald wird die Crew im ganzen Land als Terrororganisation geächtet.
Der finale Kampf zwischen Glammer und Trash kann beginnen...

John Waters, der sich mit Perverso-Trash-Bomben wie PINK FLAMINGOS und Medien-Satiren wie SERIAL MOM einen Namen gemacht hat, stellt einmal mehr sein Geschick unter Beweis die Traumfabrik Hollywood auf die Schippe zu nehmen.
"Forrest Gump 2", der Director's Cut von "Patch Adams" ... Waters lässt keine Gelegenheit aus den Mainstream und dessen Anhänger durch den Kakao zu ziehen und ihn als strunzdämliche Konsumenten-Falle anzuprangern.
Da bleibt kein Auge trocken. Nie zuvor hat der Humor in einem Waters-Film derartig gez√ľndet. Besonders wenn man, wie ich, selbst eine gewisse Abneigung gegen√ľber √ľberz√ľchtete Blockbuster-Massenware aus Amiland hat, wird man an CECIL B. gewiss m√§chtig viel Spa√ü haben.

Die Darsteller, allen voran nat√ľrlich Stephen Dorff, √ľberzeugen auf ganzer Linie. Selbst Melanie Griffith die f√ľr mich in cineastischer Hinsicht schon l√§ngst gestorben und begraben war, liefert hier einen einfach umwerfenden Part ab und stellt, wie jeder Mitwirkende, Sinn f√ľr Humor und Mut zur Selbstironie unter Beweis.

Und genau diese beiden Attribute sind auch f√ľr den Zuschauer unumg√§ngliche Grundvoraussetzung, da CECIL B. ganz Waters-like nat√ľrlich wieder nicht mit perversen und anst√∂√ülichen Einf√§llen geizt.
Der Angriff der Wichser (... wortw√∂rtlich zu verstehen), brennende Rollstuhlfahrer und die Auswirkungen von Sex-Verbot am Set sind nur einige herausragende Sehensw√ľrdigkeiten, die uns Herr Waters neben einer Menge Gewalt und Dirty Talk hier pr√§sentiert.

Mein Fazit daher:
Eine Hymne des Independent-Kinos. Ein Hetzfilm gegen den Mainstream.
Einfach genial!

DEMENTED 4 EVER!!!!


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