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Wild Zero (2000)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 26.03.2006, seitdem 550 Mal gelesen



Auf der Erde landen unzählige UFOs, die von den Medien irrtümlich für Kometen gehalten werden. Mit ihnen kommen Zombies nach Japan, mit einem ganz irdischen Blutdurst. Mittendrin nehmen die Rock’n’Roll Band Guitar Wolf und ihr größter Fan Ace den Kampf auf… Was sich da als „Rock’n’Roll Jet-Movie“ ankündigt, ist ein zwar zwischendrin etwas lahmender, doch insgesamt runder Trash aus Nipponland, überzogen alberne R’n’R-Floskeln werden einem reihenweise um die Ohren gehauen, Guitar Wolf spielen sich übrigens selbst. Außer deren Garage Punk hat der Soundtrack mit Dick Dale oder den Pleasure Fuckers einiges für Fans solcher Musik zu bieten, man sollte nur vornehmlich auf Trash in Reinkultur stehen. Die Schauspielkunst ist armselig, die Botschaften pathetisch wie die Knarren groß sind, schließlich gilt es, frei nach Romeros großem Vorbild, den Untoten die Rübe wegzuschießen. Das passiert hier des Öfteren, doch ohne fiese Fresszenen, computergeneriert wird da gesplattert, echt (zum Lachen) sind hingegen die Flammen, die aus den Auspuffrohren schlagen. Regisseur Tetsuro Takeuchi lässt kein Klischee aus, Drogen, Suff, Sex und zwischendrin die Liebe, die alles in den Schatten stellt, sowie den strahlenden Helden, der selbstredend den Bösewicht überlebt, die Story kennt doch jeder ab dem Vorspann. Was den vermeintlichen Kultcharakter ausmacht, ist die eine oder andere Idee, freiwillig schräge Lacher auf der einen und unfreiwillig komische Copycats, wie Johnny Thunders sie einst nannte, auf der anderen Seite. Der Erzählfluss ist von Anfang an holperig und im B-Stil gleich so gedreht, als hätte man kein schriftliches Drehbuch gehabt und den Schnitt nach Tageslaune variiert. Ernsthaftes Kino ist es logischerweise nicht, sondern ein Spektakel, das durch seine lose Abfolge von schundigem Kitsch, lachhaften Dialogen und einer tiefenfreien Unterhaltung mit viel, viel Musik die entsprechend feucht-fröhlichen Runden auch im Westen finden wird. Wer es gern noch etwas wirrer mag, mit Trash aus dem untersten Regal, der kann im Anschluss gleich noch „Sore Losers“ schauen, auch mit Guitar Wolf und auch mit Aliens. Etwas partytauglicher und verständlicher dagegen ist dieses Filmchen, das bereits vor der ganzen Zombiewelle der letzten Jahre als reine Komödie erschien. Die große, kurzweilige Trashgranate verbirgt sich hinter beiden nicht, auch nicht hinter "Wild Zero" mit seinem etwas an den Haaren herbeigezogenen Kultcharakter.

Fazit: Zombies bevölkern Japan. Rock’n’Roll und andere dilettantische Lösungen treten an, um die Jugend des Westens auf verlorene Trashwerte aufmerksam zu machen. 6/10 Punkten


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