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X-Ray - Der erste Mord geschah am Valentinstag (1981)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 18.04.2005, seitdem 813 Mal gelesen



Am Valentinstag 1961 wird Susan Jeremy Zeugin des Mordes an ihrem Bruder durch ihren Verehrer Harold. Neunzehn Jahre später, Susan ist mittlerweile brünett und will gerade den Befund einer Untersuchung im Krankenhaus abholen. Dort gab es vor einem Jahr bereits einen "Zwischenfall" und da jetzt wieder Valentinstag ist, geht es wieder mörderisch zu. Dazu werden dem Zuschauer zunächst alle möglichen und unmöglichen Verdächtigen präsentiert, denn anscheinend haben dort fast alle eine Macke. Der Übergang von Overacting zu verwirrten Psychopatienten ist fliessend, zumindest sorgt die lineare Art des Drehbuchs sofort für eine solide Slasherstimmung. Die Vorgeschichte ist minimal gehalten und bereits nach wenigen Minuten beginnt das muntere Morden rund um Susan, stets in den klinisch unterkühlten Räumen und Gängen der Anstalt. Krankenhaus ist nicht ganz treffend, allein schon wegen der Gefängnismethoden, mit denen Susan dort festgehalten wird, passend bemerkt sie "In diesem Krankenhaus sind alle verrückt". Wer sich nichts aus derlei Ungereimtheiten macht, bekommt ein Hospitalmassaker präsentiert, das durch seine Atmosphäre überzeugen kann, hinter der die Morde für das Genre eher blass aussehen. Die sind nämlich zunehmend brutaler ausgeführt, doch man sieht nicht all zu viel, erst im letzten Drittel kommt das Blut in sichtbare Wallung, ohne eine Beschlagnahmung nachvollziehbar zu machen. Für Gorehounds ist das zu wenig, alle anderen bekommen durchschnittliche, stellenweise auch sehr schön düster-atmosphärische Horrorszenen zu sehen und werden sich fragen, wer der Irre ist. Der versteckt sich hinter einer OP-Maske, prompt vergisst auch kaum ein Mime vom Krankenhauspersonal, mit seiner Maske äußerst verdächtig vor der Kamera herumzuwedeln. Einige Darsteller sind schlechter, als es der Film visuell eigentlich verdient hat, das gleiche gilt für die deutsche Synchro. So überzeugen vor allem unheimliche Jagdszenen mit klassischem B-Horror-Score, mit Parallelen zu "Freitag Der 13.", ein Lichtblick ist darin zweifelsfrei Barbi Benton (nomen est omen) als geplagte Susan, doch auch sie als Scream Queen kann nicht die ein oder andere blödsinnige Szene wettmachen. Wer dem Genre nicht abgeneigt ist, kann allemal einen Blick riskieren, diverse OP-Instrumente machen sich nicht nur in Filmen David Cronenbergs gut.

Fazit: Schnörkelloser Krankenhausterror, atmosphärisch gelungen, als Slasher vielleicht etwas zu blutleer. 6/10 Punkten


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