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Punisher, The (1989)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 31.07.2002, seitdem 2482 Mal gelesen



Mit „The Punisher“ legte Dolph Lundgren den Grundstein für seine weitere Karriere als Actionheld in Filmen für den Genrefan.
Nach einem atmosphärischen Vorspann (sehr gut gemacht), geht es weiter mit der Freisprechung eines Mafiabosses, der den Polizisten Frank Castle (Dolph Lundgren) und dessen Familie angeblich töten ließ. Auf die Frage, ob er Angst vor dem geheimnisvollen Punisher habe, der in den letzten 5 Jahren 125 Kriminelle ermordete, schwingt er große Reden. Doch zu Hause wartet der Punisher auf ihn: Es ist der tot geglaubte Frank Castle, der ihn mitsamt seiner Leibwächter ins Jenseits befördert und danach seine Villa in die Luft jagt. Ziemlich atmosphärischer und sehr derber Beginn in die Verfilmung des Marvelcomics.
Der Punisher hat sein Ziel fast erreicht, denn die Mafiafamilie ist fast komplett ausgelöscht. Das neue Oberhaupt, Gianni Franco (Jeroen Krabbe), will sich mit einem gigantischen Drogendeal seine Rente sichern. Natürlich taucht auch der Punisher auf, als die Ladung im Hafen ankommt. Doch auch die Yakuza hat Wind von der Schwäche der Mafia bekommen und will sich die Ladung unter den Nagel reißen. So endet der Deal schon in einer ziemlich gut gemachten Actionszene mit einem hohen Bodycount und choreographierten Auseinandersetzungen.

Die Chefin der Yakuza, Lady Tanaka (Kim Miyori), will die vom Punisher geschwächte Mafia ihrer Organisation einverleiben. Die stolzen Mafiosi weigern sich, worauf die Lady prompt ihre Kinder entführt und als Druckmittel benutzt. Doch der Punisher beschließt, den Kindern zu helfen und zieht gegen die Yakuza ins Feld. Derweil versucht Jake Berkowitz (Louis Gossett Jr.), sein bester Freund und Polizist, der ihn nicht für tot hält und auch in der Öffentlichkeit die Meinung vertritt, Frank Castle sei der Punisher, ihn zu finden und wieder zu einem normalen Menschen zu machen...
„The Punisher“ ist eine Comicverfilmung im wahrsten Sinne des Wortes, denn die komplette Ästhetik des Films erinnert an einen Comic. So sind verschiedene Kameraperspektiven, Farbgebungen usw. klar dem Comicstil verpflichtet. Auch das komplette Script ist sehr comicmäßig, da unrealistisch: Denn wenn der Punisher mit einem M 60 inklusive angebautem Granatwerfer um sich schießt, ist es mit der Ernsthaftigkeit vorbei - aber trotzdem gibt es keinen Humor in „The Punisher“.
Größte Schwache ist die Story, die sich als relativ schwach erweist. Denn die meiste Zeit hat man das Gefühl, die Geschichte solle in erster Linie die Actionszenen verbinden. Gerade bei einer Länge von etwas mehr als 80 Minuten hätte man durchaus ein bessere und komplexere Storyline schreiben können und den Film so auch etwas länger machen können.

Nichts zu wünschen übrig lässt die knallharte Action, die wirklich nichts für schwache Gemüter ist. Dabei werden dem Zuschauer Auseinandersetzungen mit den unterschiedlichsten Waffen (Stachelkugeln, Schießprügeln, Schwerter usw.) und derbe Nahkämpfe geboten. Diese sind allesamt sehr gut choreographiert worden und spektakulär anzusehen, was „The Punisher“ zu einer Freude für Actionfans macht. Auch eine kurze Verfolgungsjagd gibt es zu bewundern, die allerdings „nur“ nett anzusehen ist.
Auch wenn ich die Comics nicht kenne, so scheint Dolph Lundgren doch die ideale Wahl für die Rolle des stahlharten Punisher zu sein. Die Tatsache, dass er kein so guter Schauspieler ist, wird dadurch ausgeglichen, dass alle Emotionen des Punisher abgestorben sind und seine ausdruckslose Miene deshalb wunderbar passt. Jeroen Krabbe erweist sich ebenfalls als gute Wahl für den Mafiaboss, während man die anderen Darsteller als routiniert bezeichnen kann.

Harte Comicverfilmung und ein echtes Vergnügen für Actionfans – wenn nur die Story etwas besser wäre...


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