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Slayer, The (1982)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 4 / 10)
eingetragen am 18.02.2010, seitdem 519 Mal gelesen



Er kommt und holt euch - wirklich und wann, wieso?

Wenn eine Gruppe von 2 reiselustigen Pärchen ins Unbekannte reisen und schon in den ersten Minuten ein Mord passiert, der zwar nur einer bösen Vision einer der Protagonisten entflieht, dann möchte man doch glatt meinen, das unheilvolle Ende voraussehen zu können. Nicht ganz, aber allzu mysteriös, wie einige dieses recht vergessene Slashermovie der 80er aufwerten, ist er beiweitem nicht, denn der Grundplot der doch allzu vorhersehbaren Choose beschränkt sich auf die Reise vierer Leutchen, 2 mal Frau und 2 mal Mann, die ihren wohlverdienten Urlaub, fernab des stressigen Alltags und dem routinierten Eheleben, sie sind allesamt Mid 30er, auf einer unbewohnten Insel verbringen wollen.

Da schon die grausige Vision der Frau mit einer Frau nichts Gutes verkündete, sorgt die baldige Erkenntnis der Anderen über die Paradiesqualitäten der verlassene Insel nicht wirklich dazu, dass man sich hier wohl fühlen kann und will, zumal auch der recht wundersam wirkende Pilot, reichlich ablehnend und warnend gegenüber seiner Passagiere das Bild des verfehlten perfekten Urlaubsziels verstärkt. Da bringt die Schönrederei über den meilenweiten Strand, die schönen Palmen, die Vögel im Morgenrot, das alleinstehende Haus mit astreiner Innenausrichtung nichts um das Missbehagen zu entfernen, denn wenn Rotschopf mit Todesvision ständig von dem zukünftigen Unheil spricht, ist das Gezeder nicht weit, vorallem in den Visionen immer irgendwie die Urlaubskollegen sterben. Aber wahrlich nur, wenn sie träumt. Jetzt wohl doch A Nightmare on Elm Street?

Von Atmosphäre oder gar Spannung fehlt dort jede Spur, es sei denn man kann sich damit abfinden, dass hier Zwischenmenschliches auf uninteressanter Ebene kläglich unfordernd in die Länge gezogen wird, bloss um etwas Leben in den absolut vorhersehbaren Plot zu schmieren, der nebenbei noch dort versagt, wo er hätte anpacken können, schliesslich wollte, aber das kann er aufgrund seiner sehr sichtbaren Mordszenerie samt Monster zu Beginn, subtilen Horror gross schreiben. Ein kläglicher Fehlschuss nach hinten, und auch wenn die Visionen Wahrheit sind,...wer hätte es gedacht?..., kann man von Grusel kaum sprechen, auch wenn die Kulisse des dunklen Hauses mitten im Nirgendwo und das leerstehende Kino, recht zerfallen, gut eingefangen wurden.

Was fehlt ist klar, denn Höhepunkte von filmtechnischer, visueller, storytechnischer oder augenzwinkernder Art fehlt komplett, vorallem ist der Plot die reinste Klischeeschneiderei aus dem Buch der Einheitsstorys um Visionen, Morde und Traumtode, dass jeglicher Anflug von Mysterie, Spannung oder Poente, die man so kläglich erwarten oder logischerweise ersinnt, gen baldige unfreiwilligen Lacher driftet.

Da bringen dann die Morde auch nichts mehr, vorallem weil 4 Leutchen in diesem Getümmel ohnehin nicht viel Count auf den Blutzähler schrauben, aber zumindest stimmts mit dem Gore. Was ein Hoffnungsschimmer, wartet man doch nur all zu lang zwischen all den lächerlichen Dialoggeplänke auf effekthascherische Mordszenen, wobei der letzte Funken Hoffnung auch dort erstickt, auch wenn der Mord mit der Mistgabel wunderschön ästhetisch eingefangen wurde. Und bei aller Drumherumrederei, der Schluss mit all der poentierten Ausrichtung und dem vermeintlich Twistschock, reissens auch nicht mehr raus, auch wenn das Monster, jaaaa, endlich sieht mans, ganz nett aussieht.

Fazit:
Langweiliger, selten atmosphärischer und undurchdachter Simpelslasher, der sich ganz und allein auf die Mysterieelemente der visionsfähigen Frau verlässt. Überaus blutig, schockierend oder gar gruselig wirds hier nicht, stattdessen reine Vorhersehbarkeit und leider, völlig unfreiwillige Schmunzler über die Ernsthaftigkeit dieses Simpelfilmchens.

41%


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